Berliner Studenten entwerfen Sneaker

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Eine „Limited Edition“ von Ethletic, entworfen von Studenten aus Berlin und Lahore – dieses Projekt geht jetzt in die heiße Phase. Eure Stimme ist gefragt: Welche Entwürfe sollen wir für euch produzieren lassen?

AB JETZT VOTEN FÜR DIE BERLINER KLASSE

In Berlin besucht Johanna die Klasse von Bianca Koczan und Dunja Kopi an derHochschule für Technik und Wirtschaft Berlin (HTW), der Sinn und auch die Grenzen von nachhaltigen Ansätzen werden diskutiert. Im Rahmen ihrer Semesterarbeiten haben sich die Studierenden unter dem Thema „Talkshow Talk“ mit jeweils unterschiedlichen Ansätzen von Nachhaltigkeit auseinandergesetzt. Für einen Ethletic-Sneaker schufen sie jeweils ein so genanntes All-Over-Pattern als Souvinir ihrer Arbeit: So, wie ein Souvinir an eine Stadt erinnert, ist dieser Entwurf ein Auszug ihrer Semesterarbeit.

Die Ergebnisse sind sehr heterogen und spannend: Bitte besucht uns auf  Facebookund liked euren Favoriten. Die Aktion läuft vom Mittwoch, 29.3., bis Mittwoch, 5. April 2017. Der Entwurf mit den meisten Likes wird von uns in einer limitierten Auflage von 100 Stück umgesetzt. Wir setzen auf euch! : )

Kunst # “The Red Tape“

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Vielleicht fragt sich der ein oder andere immer wieder mal wenn er morgens den Campus betritt oder mittags zur Mensa flaniert, was die riesigen roten Gebilde auf dem Gelände eigentlich darstellen sollen und warum sie seit ca. 2 Jahren die HTW Landschaft prägen.

Es handelt sich um dreidimensionale rote Rohrschleifen. Die abstrahierten Kabelbänder sollen an die industrielle Vergangenheit des ehemaligen Kabelwerk Oberspree erinnern, in dem wir heute studieren.

Das Kunstwerk „Leitung & Linie“ ist von Veronike Hinsberg und Olf Kreisel. Beide haben an der Kunsthochschule Weißensee studiert und ihren Entwurf durch den Gewinn eines Wettbewerbs realisieren können.

4Semester # twentyfourseven

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Viel zu selten bekommen wir die Semesterprojekte von Modedesign-Studenten zu sehen. Man könnte schier den Eindruck gewinnen, dass sie fast schon dazu neigen ihre Modelle im Verborgenen zu halten, obwohl die meisten 24/7 daran arbeiten.

Was für den Laie ein nices Hemd mit Hose ist, ist für den Designer wochenlange Arbeit, Recherche, Organisation, Planung, Hingabe und vor allem kreatives Engagement.

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Ganz anders erlebt man das im 4. Semester des WS 2016/17. Zum einen wurden ausgewählte Arbeiten auf einer Exhibition am Campus gezeigt und zum anderen dürfen wir uns auf eine Fashion Show am 17.02 im Festsaal Kreuzberg freuen.

Da ich zu Gast auf der Ausstellung war, bei der eine Auswahl von 10 Outfits in loungiger Atmosphäre gezeigt wurden, kann ich euch schon mal ein kleinen Vorgeschmack auf das Event der nächsten Woche geben.

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Ich war nicht nur überrascht, dass wir so viel Mode zu sehen bekommen, sondern auch

von der Individualität die entsteht, wenn die Kollektionen auf der eigenen kreativen Identität basieren.

Über die Hass-Liebe zum eigenen Geburtsland, die Auseinandersetzung mit dem Thema

Angst oder der Partyszene in Berlin, Kritik an der heutigen Modeindustrie aber auch das Spiel mit dem Klischee der männlichen Sexualität,

von analog bis digital, von minimalistisch bis opulent, von klassisch bis experimentell war schon auf der Ausstellung alles dabei.

Viel mehr noch bin ich gespannt wie das Ganze auf ein und demselben Laufsteg präsentiert wird.

About PREMIUM

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DON`T STAY STILL- STAY CONNECTED. Dieser Satz spiegelt sehr gut die Atmosphäre wieder die man vorfindet, wenn man das riesige Messegelände der PREMIUM betritt. Es gibt zwar auch Essen und Getränke, aber zum gemütlichen Kaffeeklatsch ist kaum einer gekommen.

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Vielmehr geht es um Geschäftsbeziehungen und interdisziplinären Wissensaustausch.Neben dem unternehmerischen Schwerpunkt, ist die PREMIUM aber vor allem eines –Der perfekte Überblick über die Contemporary Fashion und ein wertvoller Ausblick auf die Mode der kommenden Saisons.

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Wer selbst da war, dem wird sehr schnell aufgefallen sein, dass Sportswear und „ Outdoor Styles“ ein nicht mehr wegzudenkendes Thema auf dem Modemarkt sind und auch zukünftig sein werden.

Die PREMIUM ist nicht nur eine Plattform für Unternehmer und Einkäufer, sondern bietet auch sehr viel Inspiration für Modeschaffende.

Rückblick auf den Fashiontalk

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Obwohl ich schon seit fünf Semestern an der HTW studiere, habe ich letzte Woche zum ersten Mal den Fashiontalk besucht. Vorgenommen habe ich es mir schon öfter, aber in der stressigen Phase fällt mir oft immer noch etwas ein, was ich vorher erledigen oder fertignähen muss. In Zukunft möchte ich es aber öfter schaffen, denn es war wirklich interessant und anregend für mich als angehende Designerin. Der Fashiontalk findet meist einmal im Jahr stand und ist eine Podiumsdiskussion über immer wechselnde, kritische Themen der Modebranche.  Dieses Mal stand der Fashiontalk unter dem Topic „How to make sustainable fashion?“

Die Diskussion findet in Halle B am Campus Wilhelminenhof statt. Das Team des Kurses „Modepräsentation“, das im vierten Semester belegt wird, hat den Raum für den Abend vorbereitet:  Stühle sind in Reihe gebracht worden, ein Podest mit zwei Sofas ist aufgestellt und der Beamer wirft eine helle Fläche an eine der Wände. Zur Diskussion geladen sind vier interessante, berufserfahrene Frauen. Neben der Gründerin eines Shops, der sustainable fashion anbietet , auch die  Journalistin und Bloggerin Ellen Koehrer .  Außerdem Sonja Lotz,  die Modedesignerin Kim Pöhland und Helen Gimber, die bei „ clean clothing complain“ ihre Berufung gefunden hat. Moderiert wird die Diskussion von meiner Kommilitonin Aniko, sehr souverän, selbstsicher und in perfektem Englisch. 
 
Während des Fahiontalks wurde ich nachdenklich. Das Dilemma für uns Designer wird sehr deutlich. Auf der einen Seite ist nachhaltige Mode der Trend der Zukunft, eine sehr positive Entwicklung  gegen Ausbeutung  und Umweltverschmutzung.
Auf der anderen Seite stellt sustainable eine sehr große Herausforderung für uns Designer dar und außerdem die Frage, ob wir überhaupt noch gebraucht werden bzw. ob so viele Designer gebraucht werden.
Insgesamt sollten wir aber alle unser Bewusstsein in Bezug auf Kleidung stärken. Brauchen wir wirklich so viel? Ist uns nicht eigentlich klar, dass eine Hose gar nicht 15 Euro kosten kann, wenn die Schneiderin einen halbwegs menschlichen Lohn dafür bekommen hat? 
Die Designerin Kim Pöhler sagte: “ if you buying a shirt for 5€, which is under the value of this shirt, you’re not paying the whole price, someone somewhere is paying for it too“. Das ist wie ein Messerstich ins Herz, aber  nur einen  Moment. Wir versuchen den Gedanken zu verdrängen und schaffen es fast immer erfolgreich. Oft schon nach wenigen Stunden. Es ist auch einfach zu schön, einen Mantel für 20 Euro zu kaufen, der gut aussieht.
Aus diesem Grund muss ein Umdenken stattfinden:  Das Beschäftigen mit Bekleidung und den Umgang mit ihr, gehört in die Schulbildung. Kinder und Jugendliche wissen meist nichts über die schlechten Arbeitsverhältnisse, die verseuchte Erde oder die nicht auf ewig nachwachsenden Ressourcen. Eine Sensibilisierung was Rohstoffe generell angeht, wäre da ein richtiger Schritt und könnte nur Gutes bringen.

 
An diesem Abend vernimmt man viele interessante Sichtweisen, sucht einen Sündenbock für die aktuelle Situation. Die Konzerne? Die Gesellschaft? Letztendlich  ist es ein Kommentar, der mich davon abhält, am nächsten Tag einen verlockend billigen Mantel zu kaufen, denn eine der Damen sagt: „Wir können sehr lange nach dem Schuldigen suchen, doch letztendlich kommt es darauf an,  wieviel Schuld wir auf uns laden und wie wir entscheiden.“  Da hat sie wohl recht.