Schatzkiste in Schöneweide

berlin

Italienische Mode, Einzelstücke und das in Schöneweide ganz in der Nähe von der HTW? Wir Gaffer haben unsere Augen überall. Der Secondhandladen direkt an der Ecke Edisonstraße/ Wilhelminenhofstraße bietet eine ganz andere Auswahl an Mode, die wir bis jetzt in Berlin beim Stöbern durch die Vintage- Läden noch nicht wieder gesehen haben. Auch die familiäre Atmosphäre und die sympathischen Besitzer machen den Laden zu einen Treffpunkt von Modefans und Leuten, die nur eine dicke Jacke suchen.

Alex und ihr Hund Sissi sind die stolzen Besitzer dieses Ladens. Das Familienunternehmen wird auch tatkräftig von Ingvelde, Alex Schwiegermutter, unterstützt. Ihr Herzblut zu Ihrem Projekt bemerkt man sofort, wenn man sich (was öfter vorkommt) mit ihnen über Mode und neue Schnäppchen austauscht.

Neugierig auf das Konzept dieser Schatzkiste aus Bella-Italia, stellten wir der Besitzerin ein paar Fragen:

Gaffer: Wie kommt man auf einen Secondhandladen mit italienischer Mode in Schöneweide und wie lange seit ihr schon in unserer Nachbarschaft?

Alex: Das Haus indem der Laden steht, gehört meiner Familie. Eines Tages verließ der alte Mieter die Ladenräume und so nutzte ich die Gunst der Stunde. Zu der Zeit habe ich noch in einem Büro gearbeitet. Das war vor vier Jahren.

Gaffer: Warum Secondhand? Es hätte ja auch eine weitere Dönerbude werden können.

Alex: Mode war schon immer meine große Leidenschaft. Und ich hatte sofort die passende Idee zu dem Laden. Ich wollte andere Mode zu humanen Preisen verkaufen. Die italienische Mode ist immer etwas Besonderes und die anderen Secondhandläden haben teilweise gar nicht mehr diesen typischen Secondhandcharakter.

In der Nähe von der Hochschule einen Standort zu haben ist für mich perfekt. Genau diese modebewussten jungen Menschen sind die Hauptzielgruppe für mein Geschäft. Sie sehen die Besonderheit der einzelnen Stücke und ich freue mich immer wieder, wie geschickt sie Alt mit Neu kombinieren.

Gaffer: Das stimmt. Es ist oft schwer so gute Qualität zu finden; vor allem bei Lederwaren.

Secondhand aus Italien, Sie sind bestimmt Italienerin und bringen die Kleidung aus Italien mit, wenn Sie zu Besuch dort sind?

Alex: Nein. Ich komme aus Polen. Die Kleidung kaufe ich in Italien extra ein.

Gaffer: Wie dürfen wir uns das vorstellen und wieso machen Sie das?

Alex: Das gehört mit zu meinem Konzept. Es gibt bei mir nur ausschließlich italienische Mode. Ich kaufe auch hier keine Kleidung von anderen an.

Zweimal im Jahr fahre ich mit meinem Mann nach Italien. Dort habe ich zum Glück einen Kontakt in Mailand, wo ich meine ganze Ware für die jeweilige Saison einkaufe.

Gaffer: Das ist ja eine Menge an Organisation.

Ingvelde: „ Ja, Alex hat viel zu tun. Aber der eigentliche Aufwand fängt nach dem Einkaufen an. Mit einer Spedition wird die Ware von Mailand nach Berlin transportiert. Alex sortiert dann die Stücke nach Warengruppen und Saison. Im Winter hängen natürlich andere Stücke im Laden, als im Sommer. Darauf legt sie großen Wert. Auch das Schaufenster wird einmal im Monat von einer Schaufenstergestalterin umgebaut.“

Gaffer: Wir haben jetzt schon öfter Ihre kleinen Preise bemerkt. Wie erstellen sie die Preise? Gibt es eine Art Richtwert?

Ingvelde: „ Meine Schwiegertochter erstellt die Preise selber. Sie unterscheidet in Warengruppen und nach Qualität der Verarbeitung und des Materials.

Studenten bekommen bei uns immer einen speziellen Rabatt und ab fünf Teilen drücken wir auch gern ein Auge zu.

Jacken z.B. fangen meist bei 15€ an und gehen bis 35€ je nach Material. Abhängig von der Saison haben wir gefütterte Jacken, leichte Übergangsjacken und natürlich die tollen italienischen Lederjacken.

Insgesamt sind die Preise sehr moderat, so dass sich Studenten und Bürger mit geringerem Einkommen bei uns komplett Einkleiden können.

Gaffer: Haben sie besondere Lieblinge?

Alex: „Ja. Taschen und DOB haben es mir besonders angetan. Aber die Herren werden hier trotzdem gut fündig.

Die italienischen Schuhe haben auch immer eine besonders gute Qualität und sind für viele der Hauptgrund für einen Besuch in meinem Laden.“

Gaffer: Sie sind sehr stolz auf ihren Laden?

Alex: „Ja sehr, es ist mein Baby. Diesen Traum hatte ich schon lange.“

Mit Liebe fürs Detail sortiert Alex die Ware sehr genau. Wir haben bis jetzt noch nie ein beschädigtes Kleidungsstück im Laden gesehen und oft bemerken wir, wie Alex im Hinterzimmer steht und sogar die Ware bügelt, bevor sie in das Geschäft kommt. Tragen wir ein Stück von ihr, bemerkt sie es sofort und man sieht,wie sie die Kleidung in Italien mit Liebe ausgesucht hat.

Vielen Dank für dieses tolle Interview und den Einblick in das Leben von Alex und ihrer Familie. Wir als Gaffer sind selber oft bei ihnen shoppen und fanden dort schon viele von unseren jetzigen Lieblingsstücken.

Kommt doch auch einmal vorbei. Vielleicht gleich heute nach der Vorlesung;), aber schnappt uns nicht die besten Teile weg.

Öffnungszeiten:

Mo-Fr 12-19 Uhr

Edisonstraße 11

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