Auf nach Hof… ! Expedition in die Textildruckerei HANNO Stoffe

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Es ist 7:50 Uhr in Berlin Charlottenburg und ich blicke die Straße des 17. Juni hinunter, in einen rosaroten Sonnenaufgang. Als ich noch in tiefer Dunkelheit in die Ubahn stieg, fragte ich mich schon, ob sich die heutige Reise bis nach Bayern wohl lohnen würde. Bei dem Touri-Foto-Traum von Sonnenaufgang bin ich allerdings fast schon überzeugt.

Zu siebt gehts mit einem VW Bus auf die Autobahn, Richtung Hof, 3 Stunden, 15 Minuten Fahrt, in die Textildruckerei HANNO.

HANNO Stoffe ist ein traditionelles deutsches Mittelgroßes Familien-Unternehmen, dass sich seit eh uns je auf Textildruck spezialisierte. Mit dem Unterschied, dass sich HANNO Stoffe mittlerweile auf Digitaldruck spezialisiert. Der Umstieg vom Rotationsdruck zum Digitaldruck sicherte dem Unternehmen nicht nur seine erfolgreiche Existenz, sondern ist außerdem ein sehr viel ökologischeres Verfahren, da es enorm Wasser- und Materialeinsparungen mit sich bringt.

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Herzlich werden wir Willkommen geheißen: Es gibt sogar belegte Brötchen und Kaffee. Nebenbei können wir uns die aktuelle Digitalprint Kollektion anschauen.

Unsere Führung beginnt bei den Designerinnen. Hier werden die Bestellungen bearbeitet: Oftmals wird dabei auf gekaufte Designs aus der Kollektion zurück gegriffen, welche der jeweiligen Bestellung angepasst und individuell verändert werden. Dennoch gibt es Aufträge, bei denen komplett neue Designs direkt von den HANNO-Designerinnen erstellt werden.

In der Produktionshalle können wir den Arbeitsprozess live miterleben.  Alle Drucker arbeiten, überall sind andere Muster, Stoffe und Gerätschaften. Die Atmosphäre wirkt entspannt und familiär. Niemand stört sich an uns.

Der Druckprozess ist nach dem festlegen des Designs und des Stoffes, der zweite Arbeitsschritt. Es folgt die Wäsche und Fixierung der Farben im Stoff.

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Während wir die riesigen Maschinen bestaunen wird uns der Prozess und technische Daten erklärt. Beim Waschen der fertig bedruckten Stoffe werden für 2000 m Stoff 20000 l Wasser benötigt. Das Wasser der letzten Wäsche wird für die erste der nächsten Ladung Stoffe wieder verwendet, da es am wenigsten verschmutzt ist. Desweiteren wurde bei HANNO ein eigenes Wasser-recycling Verfahren installiert, dass den Wasserverbrauch weiterhin reguliert.

Die Wäscheschleuder (im Foto oben) trägt bis zu 400 kg Stoff und hätte vermutlich unserer ganzen Gruppe als Whirlpool dienen können.

Nach der Trocknung werden die Stoffe chemisch behandelt. In den Prozessen wird dafür gesorgt, dass die Farbe länger haltbar bleibt und die Griffigkeit des Stoffes angenehm ist.

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Der letzte Arbeitsschritt stellt die Kontrolle des Prints sowieso die schlussendliche Logistik da. Zu dem Zweck läuft der Stoff mit dem Rapportdruck langsam über eine Art Tafel, alles unter den wachsamen Augen der Kontrolleur_innen, die jeden Fehler bemerken und notieren müssen.

Unsere Führung endet mit einem Abstecher ins Lager, in dem wir mehr über das alte Rotationsverfahren lernen und alte Rollen gezeigt.

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Ganz zum Schluss machen wir uns noch mal ein Bild davon, was eigentlich alles möglich ist, sollten wir mal einen Druck in Auftrag geben wollen: Stoffproben und Kataloge werden gezeigt, ein Einblick in den Berufsalltag im Vertrieb bei HANNO Stoffe gegeben. Und wir sind uns doch alle einig: Nicht nur war die Fahrt ein Erfolg und wir haben viel gelernt – vor allem brachte der Einblick in das Digitaldruckverfahren eine Menge Inspiration und neue Energie für die nächsten Projekte!

 

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