KREATIVE BLOCKADE

campus

Da steh ich nun ich armer Thor

und bin so klug als… ne … halt.. nochmal

Ich stehe hier nun, soll euch was erzählen

Will euch ja gar nicht zu lange quälen

Doch ich brauch auch ne Note, so ist das gedacht

Drum bringen wir das hinter uns, wär doch gelacht

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VERZWEIFLUNG.

Joa…kreative Blockade…

Wie wär’s mit, perverse Dorade—HÄ

Speck in der Made—IH

S´Bier wird fade—HM

Stoff, grün wie Jade—NEE

Verliebt wie Marmelade—MM

Passende Fassade—Fassade

Ja…

Wenn ich so ganz frei höre: Student

Denk ich bestimmt nicht an hochgeschlossen und verklemmt

Sehe Dreadlocks, Sweatshirt, Haremshosen

Verrückte Denker und keine Mimosen

Kein Geld für Kleidung, teure Schuhe

Aber wollen die Welt verändern, ganz in Ruhe

Da sind wir etwas anders und fallen aus der Norm

Tragen statt Pulli lieber Uniform

Wir bekommen erklärt wie hart die Branche ist

Und, dass der Stärkere den Schwächeren frisst

Geht raus, besucht die großen Messen

Dürft keine Modenschau vergessen

Verklemmte Partys, keiner tanzt

Jeder trägt Schwarz, dahinter verschanzt

Seid offen, redet, aber nicht zu viel

Seid arrogant, exzentrisch und leicht subtil

Man muss merken, dass ihr was Besseres seid

Wenn nicht, dann tut so, ihr braucht den Neid

Ihr müsst euch um nen gewissen Grad drehn

Denkt an euer Image, euer Ansehen

Die Message dahinter, seid ihr bereit?

Ihr könnt nichts werden, wenn ihr bleibt wer ihr seid!

ANSPANNUNG – UNTER STROM.

Doch Studenten sind wir schließlich auch

Hören doch meistens noch auf Herz und Bauch

Gehen Feiern, „Fliegen“ und träumen uns weg

Erkunden unser „Selbst“, jeden neuen Fleck

Das braucht Zeit, viel Zeit, mehr als wir haben

Und der Stress schlägt einem schon bisweilen auf den Magen

Studium, Hobbies, Arbeit und noch Leben

Man soll ja auch immer überall alles geben

Soziale Kontakte, grade im Netz

Drüberstehen über dummem Geschwätz

Umgehen lernen mit privaten Problemen

Nicht jeden neuen Blog kennen?

Dafür solle man sich doch bitte schämen

Das alles füllt mein Hirn bis zum Anschlag

Verzeih wenn ich dann manchmal dumm frag:

Kreativ? — HM

Innovatives erfinden, was noch keiner kennt

Man orientiere sich aber doch bitte am neuesten Trend

Man soll reisen, neue Kulturen entdecken

Und so den „Schlafenden Riesen“ wecken

Hochwertige Materialien soll man verwenden

Um finanziell ruiniert in der Gosse zu enden

Neues, Frisches, gut durchdacht

Zum Seufzen schön, wär ja gelacht

Die Modewelt in neuem Licht

Kreativ wie das „Tischlein deck dich“!

Doch DU sitzt zu Hause, weißt nicht mehr weiter

Siehst vor dir deine Karriereleiter

Und denkst so für dich, Tag für Tag:

Ist es nicht doch ein Hamsterrad?

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ENTSPANNUNG.

Ach ganz egal, du machst das Beste draus

Holst neues Papier und n Stift heraus

Und sitzt dann da

Und kuggst und sitzt

Und kuggst und sitzt

Und sitzt und kuggst

Und WAAAH, Verdammt

Schlägst deinen Kopf fest an die Wand

Du musst mal raus, was Neues sehen

Dann wird das schon bald irgendwie gehen

Rein in die Bahn, einmal quer durch Berlin

Hach dieser Duft…Urin und Benzin

Zu viel Menschen, zu viel Krach

Ein Einheitsbrei aus WEH und ACH

Ja glaubt man den Medien, Gerüchten und Fernsehen

Berlin sei die Hauptstadt der neuen Ideen

Ideen vielleicht, doch die Umsetzung fehlt

Und isses nicht das, was am Ende zählt?

So ist es doch wie jede andere Stadt

Meistens trübe, dumm und platt

Mensch, nicht so depri, was bringt dir das?

Es gibt schon genug Langeweile und Hass

Raus aus der Bahn, ins nächste Café

Bestell mir erst mal n Yogi-Tee

Blick auf den Mauerpark, welch eine Wonne

Und OH, was ist das? – Achja die Sonne

Um mich herum, fröhliche Leute

Is ja auch gutes Wetter heute

Mein Yogi-Tee kommt, ich lege Papier

Und Stift bereit, es ist kurz vor Vier

Und dann sitze ich da

Und kugge und sitze

Und kugge und sitze

Und sitze und kugge

Und man, verdammt wie kann das sein?

Mir fällt auch absolut nichts ein

Ich blicke recht verfinstert drein

Egal, bestell ich mir halt Wein….

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LEERE.

VOLLTRUNKENHEIT.

Nach einer ordentlichen Menge

Dräng ich mich wieder durchs Mengengedränge

Mein Kopf, der dröhnt, die Beine weich

Zurück in der Bahn, Gespräche sind seicht

Aus einer Ecke gröhlt einer rechte Parolen

Kann dem mal einer den Arsch versohlen?!

Was mach ich hier draußen? Was soll mir das bringen?

Könnt mich ja auch irgendwo dazu stellen und singen…

Halt Stopp, ok, jetzt aber Schluss

Ich hab was zu erledigen, Was muss das muss!

Zurück zu Hause surf ich im Netz

Da gibt’s auch nur noch Katzen und dummes Geschwätz

Google die großen Modemacher,

Diese verrückten Tausendsassa

Geniale Genies, leicht wahnsinnig

Halten wunder was von sich

Jede Saison hauen sie Neues raus

Und buddeln doch nur alte Leichen aus

Ja diese Künstler sollten wissen:

Kunst wird selten gebraucht und weggeschmissen!

Ich suche und finde und klicke querbeet

Da wird schon was bei sein, besser früh als spät

1000 Seiten mit zwei Millionen Ideen

Wie kann man kreative Blockaden umgehen

Da steht dann: Geh hinaus und brüll in den Wald

Wir sind in Berlin, und es ist eh viel zu kalt

Räum endlich auf, Feng Shui und so

Die besten Ideen kommen immer noch aufm Klo

Andere meinen: Nein, beim Zähneputzen

Das Lauftraining zum denken nutzen

Geh ins Museum und schau dich um

Klingt ja alles gar nicht so dumm

So machen wir aus jeder Mücke ne Wissenschaft

Doch ob es was bringt bleibt zweifelhaft

GESPALTEN.

Surft man nur lang genug im Web

Findet man schnell den nächsten Depp

Der in irgend nem Forum die Frage stellt:

„Wie wird ich ein großer Superheld?“

Wir alle streben nach schneller, geiler, besser

Und liefern damit die Kreativität ans Messer

All der Druck, von Innen und von Außen

Da kann man sich in seinem Kopf schon mal verlaufen

Man sucht und sucht, vergebene Müh

Man denkt einfach nur „Rien ne va plus“

Ich sollte mich wohl echt entspannen

und nicht groß zu heulen anfangen

Mein Bett das ruft, ich leg mich rein

Papier und Stift, noch n Glas Wein

Ich setzte an, mache Schluck um Strich

Um Schluck um Strich

Um Schluck um Strich

und denke einfach mal nur an mich

und siehe da, wie kann das sein?

Es zeichnet sich quasi von ganz allein!

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KREATIVER FLUSS

Ja wir Designer sind eben keine Maschinen

und können nicht rund um die Uhr funktionieren

Das ist nur menschlich, auch hier zu Lande

Und menschlich zu sein ist keine Schande

GEDICHT von Lisa-Maria Walter

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