Alles nur Fake?! – Was Mode mit uns macht

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Auf der Straße, in Cafés, in der Bahn: Überall spielt sich ein eigener Film ab. Jeder schlüpft in seine eigene ganz persönliche Rolle in der er sich in der Öffentlichkeit wohl fühlt und zeigen will.

Ich sitze auf einer Bank und beobachte die Menschen. Ich kann meinen Blick nicht abwenden, durchbohre jede einzelne Person, die ich interessant finde anzuschauen.

Kann man Menschen anhand seiner Kleidung analysieren, bewerten und einschätzen wie sie sind oder was für einen Charakter sie haben? Ich denke nicht. Mode kann ein Versteckspiel sein, etwas Geheimnisvolles, ein mehr Schein als Sein. Die Welt der Mode ist ein Maskenball der Selbstinszenierung! Doch sie kann auch so viel mehr über seinen Träger verraten als er zu glauben scheint. Mode ist ein kommunikatives Element, ein Zeichen der Gruppenzugehörigkeit oder ein politisches Statement. Mode spiegelt bewusst oder unbewusst das Innere einer Person wieder, dokumentiert äußerlich innere Entwicklung und Veränderung. Man folgt modischen Trends, die ein global übergreifendes Phänomen darstellen. Man passt sich dem Tempo des Modewandels an und unterliegt einer gesellschaftlichen Konformität. Man soll ja schließlich funktionieren! Mode übt einen großen Einfluss auf unser Verhalten aus. Man versucht dem Zeitgeist auf der Spur zu sein. Man will gut aussehen und sich präsentieren. Aber wann genau sind wir noch wir selbst?!

Mode ist nie neu, aber auch nie alt. Denn aus Altem wird Neues gemacht und das Neue wird schnell wieder alt. Denn man schmeißt ja alles wieder weg! Mode ist ein Ausdruck unserer heutigen Schnelllebigkeit und Selbstoptimierung. Wir leben in einer Wegwerfgesellschaft und heutzutage muss immer alles schneller, besser, schöner und perfekter werden. Wir verbringen viel zu viel Zeit im Außen, anstatt sich auf sein Inneres zu konzentrieren und sich mit sich selbst auseinanderzusetzen. Wir versinken immer mehr in die Welt des Schauspiels. Gerade in Zeiten von Social Media – Facebook, Instagram und Co. – verschwenden wir zu viele Gedanken daran wie wir nach Außen hin ankommen. Macht es uns glücklich? Nein. Wieso nicht einfach sein wie wir sind. Du trägst, also bist du?!

Foto: Simon Winnall – „Masks“

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