And the Oscar for best actress goes to…

fashion & art

Ein kleiner Einblick in die „Best Actress. Oscar®. Rollen. Bilder “ Ausstellung

16. Mai 1929, Roosevelt Hotel, Hollywood. Die 270 köpfige Academy trifft zusammen, um die Oscar Auszeichnung das erste Mal zu vergeben. Die Veranstaltung dauert 15 Minuten lang.    87 Jahre und Veranstaltungen später dauert sie um die dreieinhalb Stunden. Zunächst nahm kaum einer Kenntnis von dieser Verleihung, umso mehr wird sie nun gefeiert. Für viele Filmliebhaber ist es der wichtigste Termin im Jahr. Grund genug, sich am folgenden Montag frei zu nehmen.            

Dabei stehen nicht nur die Filme im Vordergrund, sondern vor allem ist es eine Gelegenheit der Filmschaffenden sich vor einem Millionenpublikum selber zu bejubeln. Und zwischen drin, als Königinnen des roten Teppichs, die Diven in den teuersten Kleidern der Welt, die Anwärterinnen auf den Oscar als beste Hauptdarstellerin.  

Seit Beginn der Verleihung wird der Oscar in dieser Kategorie vergeben und bis jetzt haben ihn insgesamt 73 Künstlerinnen erhalten. Genau mit diesen Frauen beschäftigt sich die Ausstellung „Best Actress. Oscar®. Rollen. Bilder“ im Film- und Fernsehmuseum am Potsdamer Platz.

 

Part 1

Die erste Sinneswahrnehmung ist die Stimme eines Radiosprechers aus einem alten Radio. Zu hören: eine Zusammenfassung der Oscarverleihung aus jenen Zeiten, als diese noch nicht im Fernsehen liefen. Links und rechts an den Wänden ein Zeitstrahl ab 1929 mit allen Namen der Gewinnerinnen. Und zwischendrin Orginalkostüme von Filmen, wie „Gone with the wind“ oder „Gaslight“ (wunderschön, aber keine gute Saumverarbeitung!).  

Zwischen Bildern der glücklichen Gewinnerinnen, sind Fernseher angebracht mit Filmausschnitten aus den preisgekrönten Streifen. Jeder Fernseher behandelt ein unterschiedliches Rollenbild der Frau im Film, wobei das Spektrum von Opferrollen bis zu Cholerikerin reicht.                        

In Mitten des zweiten Ausstellungsraumes sind Sessel und Fernseher platziert, in welchen man eine Zusammenfassung aus diversen Verleihungen verfolgen kann.    

Für jeden Kostümbildliebhaber der 1950er ist ein besonderes Bonbon vorbereitet, nämlich Originalzeichnungen von Edith Head für Grace Kelly oder Audrey Hepburn.

Part2

Wer nach dem zweiten Raum der Ausstellung wieder auf den lichtdurchfluteten Gang gelangt und sich wundert, ob dies schon alles gewesen sei, der irrt. Der zweite Teil im zweiten Stock hat als Gegenstand das letzte Jahrzehnt der Filmkultur. Dort werden Kostüme ausgestellt, wie das Kleid, welches Marion Cottilard als Edith Piaf in „La Môme“ getragen hat oder Maryl Streep in „Iron Lady“.  

Am Schluss der Ausstellung ist das Augenmerk nicht mehr so sehr auf den Filmen selbst, sondern auf der Verleihung. Man findet sich wieder zwischen den Oscarroben von Cher, welche den Oscar 1988 für „Moonstruck“ gewann, und Julia Roberts (Erin Brokovich, 2001).  

Und für jeden der Mal die 34cm große Statue aus der Nähe sehen wollte, wird ein kleiner Traum wahr, denn Susan Sarandon hat ihren dem Museum geliehen, somit kann man die Ausstellung damit beenden, dass der Schein des Goldjungen auch auf einen selber fällt.

Abspann  

Die kleine Ausstellung zeigt die Wandlung der Frauenrolle im Film.  

Empfehlenswert ist die Ausstellung für Filminteressierte, aber auch für Kostüm- und Modegeeks, denn durch die zahlreichen Filmkostüme ist auch darin eine Wandlung der Verarbeitung und Stoffe erkennbar.  

Jedoch müssen sich alle Interessenten beeilen, denn die Ausstellung schließt am 1.Mai 2016.

Kinemathek Berlin am Potsdamer Platz

Preis zwischen 4 – 7€

Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10:00 – 18:00

 Ausstellungsdauer: 1-1,5 h

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