IVANMAN

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Heute besuche ich den berliner Modedesigner Ivan Mandzukic in seinem Atelier. Der gebürtige Serbe hat sich direkt nach seinem Abschluss an der Esmod Berlin mit seiner eigenen Modelinie selbstständig gemacht und zeigt nun zweimal im Jahr seinen Kreationen auf der Mercedes Benz Fashionweek Berlin.

Wie trinkst du deinen Kaffee?

Schwarz.

Warum hast du dich dazu entschieden Mode zu machen?

Eigentlich habe ich mich nicht wirklich dazu entschieden, es ist eher zufällig dazu gekommen. Ich hab damals ein Praktikum in der Kostümabteilung der Staatsoper gemacht und da mir das sehr gut gefallen hat, dachte ich mir, das mit der Mode könnte ganz gut passen.

Wie war dein Anfang?

Der Anfang war nicht besonders schwer, weil ich während des Studiums schon wusste, was ich will und was ich kann. Trotzdem hat mir das Feedback, dass man in der Schule von seinen Dozenten bekommen hat manchmal gefehlt.

Was ist dein Lieblingsprozess beim Designen?

Am liebsten mag ich die Phase der unbewussten Recherche, wo man noch nicht richtig angefangen hat und sich noch hauptsächlich durch seine Umwelt und Geschichten die man so hört inspirieren lässt.

Was inspiriert dich am meisten?

Am meisten interessieren mich Menschen die sich in der Vergangenheit etwas getraut haben, oder die für ihre Zeit, in der sie gelebt haben etwas bewegt haben, zum Beispiel Pier Paolo Pasolini mit seinen provokativen Filmen in den Siebziger Jahren.

Was magst du am liebsten an Berlin?

Da gibt es nichts bestimmtes, ich mag es immer wieder nach Berlin zurück zu kommen, aber da gibt es keine konkrete Sache die mich begeistert.

Wenn du eine Millionen Euro hättest was würdest du tun?

Mit einer Millionen Euro würde ich mir erstmal ein richtiges  Team aufbauen, dass mich bei meiner Arbeit unterstützt. Den Rest würde ich dann einer Person geben, die gut mit Geld umgehen kann und es für mich verwaltet.

Wenn deine Show vorbei ist, was machst du dann normalerweise als erstes?

Ich räume erstmal auf, verstaue alles und dann, wenn alles geregelt ist schalte ich komplett ab und verbringe erstmal ca. einen Monat in Montenegro mit Gartenarbeit.

Wie sind deine Pläne für dein Label?

Jetzt erstmal möchte ich mich die nächste Saison mehr auf internationale Wettbewerbe konzentrieren um mich modetechnisch irgendwann mehr international zu bewegen.

Hast du einen Tip für uns, als zukünftige Modedesigner?

Langsam starten. Man sollte sich im Bereich seiner Möglichkeiten bewegen, auch wenn diese eher begrenzt scheinen kann man damit eine Menge bewirken. Außerdem muss man sehr viel Glauben an sich selbst haben.  Mode ist großteils Psychologie.

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