Peace by Peace Festival – Musik für den Weltfrieden made by Fetsum

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Während andere Festivals wie Rock am Ring im Morast verschwanden, feierten rund 20.000 Menschen unter der strahlenden Sonne für den Weltfrieden. Vorletzten Sonntag fand in der ausverkauften Waldbühne beim Olympiastadion das „Peace by Peace“ Festival statt. Dabei spielten alle Musiker für den guten Zweck und unentgeltlich. Der geringe Preis von 35,00€ pro Karte ging zum Großteil an wohltätige Zwecke. Und auch während des Festivals merkte man, dass die Message des Festivals allem voran ging.

Das Festival wurde vom Musiker und Produzent Fetsum ins Leben gerufen. Nach einem Bericht der Tagesschau fing Fetsum vor 1 ½ Jahren mit der Organisation des Festivals an. Der Musiker, welcher in Kairo geboren, jedoch aus Eritrea abstammt, war selbst ein Flüchtlingskind, weshalb ihm die jetzige Brisanz der Lage im Mittelmeer besonders nahe geht. Daher stellte er das Festival auf die Beine. Als Partner um das Geld richtig anzulegen und verwalten zu können, fungiert UNICEF. Mit dem zusammengetragenem Geld werden Helfer in Krisengebieten, wie beispielsweise in Syrien, finanziert, welche täglich sich selber in Gefahr begeben, um Kinder zur Schule zu bringen oder zu unterrichten. Des Weiteren werden auch Flüchtlingskinder, welche bereits in Deutschland sind oder noch auf der Flucht, unterstützt.

Im Laufe des Nachmittags performten Musiker wie Zugezogen Maskulin, Elif und Namika. Im Verlauf des Abends standen Cro mit Teesy auf der Bühne, wie auch der amerikanische Sänger Aloe Blacc, welchen die meisten wohl als die Stimme von „Wake me up“ von Avicii kennen. Auch der Gastgeber Fetsum gab sich alle Ehre und die Menge tobte. Die meisten Auftritte waren recht kurz und gingen nur fünf/ sechs Lieder lang. Als kleines Bonbon traten Max Herre, Samy Deluxe, Clueso und viele andere Künstler zusammen als PxP Allstars Band auf. Bei jenem Konzert spielten sie zusammen die jeweils bekannteren Lieder der einzelnen Bandmitglieder und daraus entstand eine neue und einmalige Performance. Zum Abschluss des Abends traten die zwei Bands auf, weshalb die meisten wohl ihr Ticket gekauft haben: Beatsteaks und Seeed. Jeder welcher mal bei einem Beatsteaks Konzert war, weiß, dass die Stimmung bei den Berliner Jungs immer am Kochen ist. Mit viel Witz und ausgelassener Rockstimmung animierten die Musiker zum pogen, woraufhin sich gleich Circle of Death bildeten und vermutlich viele der ruhigeren Festivalbesucher sich freuten, auf den großen Sitztribühnen fern vom wilden Treiben zu sein. Kurz vor 22Uhr trat Seeed auf und mit ihren Dancehall Rythmen und Lightshow rissen sie den letzten von seinem Sitzplatz. Obwohl das Festival pünktlich um 22:30Uhr aufhören musste, da die Waldbühne in der direkten Nähe an ein Wohngebiet grenzt, gab es noch eine kurze Zugabe von Seeed, Beatsteaks Frontmann Arnim Teutoburg-Weiß und Fetsum zu dem Klassiker von Prince „1999“.

Dieses Festival unterschied sich durch viele Kleinigkeiten von einem gewöhnlichen Festival. Das Publikum war bunt gemischt. Zu den herkömmlichen Feierwütigen mischten sich Kinder mit Eltern und alte Rockhasen waren auch zugegen. Auch war die Stimmung sehr entspannt. Man hatte zeitweise das Gefühl, dass alle Anwesenden dies als Sonntagsausflug sahen, was die Atmosphäre familiär wirken ließ. Was auch vermutlich daran lag, dass wirklich überdurchschnittlich viele Kinder zugegen waren. Zudem waren die Pausen zwischen den Acts unüblich kurz. Wohingegen auf anderen Festivals eine Stunde meistens auf der Bühne Instrumente hin und her geschoben werden, dauerten die Pausen meistens nur 10Mintuen lang. In diesen traten der Moderator des Abends auf, Cherno Jobatey, häufig auch mit Fetsum. In diesen riefen sie immer mal wieder zu Spenden und Hilfe auf. Durch das bunte Publikum war kein wirklicher Festivalstil zu erkennen. Viele hatten einfach etwas angezogen, indem sie sich wohl fühlten. Jedoch hatte fast jeder einen Turnbeutel mit, was vermutlich ein Anzeichen dafür war, dass man sich in Berlin aufhielt.

Ein rund um gelungenes, erstes Peace by Peace Festival. Hoffentlich wurde ein kleiner (tanzender) Schritt hin zum Weltfrieden getan.

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