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Mode für Menschen mit Down-Syndrom

In den 1960er Jahren erfand die britische Designerin Mary Quand den Minirock und löste damit eine Revolution aus. Die Reaktionen teilten sich in Begeisterung und Empörung, der Minirock sorgte Weltweit für Furore. Heute ist es fast unmöglich, mit neuen Designs annährend solche Reaktionen auszulösen. Man kann mit Mode kaum mehr provozieren, wir haben schon fast alles gesehen. Es scheint, als gäbe es alles an Mode. Aber gibt es auch Mode für Alle?

Meine ältere Schwester, die das Down-Syndrom hat, fühlt sich oft von der Mode ausgeschlossen. Aufgrund ihrer besonderen Körpermaße haben Menschen mit Down-Syndrom häufig Schwierigkeiten, passende Kleidung zu finden. Oft muss Kleidung umgenäht oder sogar maßgeschneidert werden. Dies wird mir immer dann besonders deutlich, wenn ich mit meiner älteren Schwester shoppen gehe. Oberteile spannen an den Schultern, die Ärmel sind jedoch viel zu lang. Auch Hosen, die am Bund passen, müssen am Saum mehrmals umgeschlagen werden, um einigermaßen tragbar zu sein.

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Seit dem ersten Semester beschäftige ich mich mit Mode für Menschen mit Down-Syndrom. Mein Ziel ist es, Konfektionsgrößen für diese Menschen zu entwickeln und auf deren besonderen Bedürfnisse einzugehen. Im vergangenen Juni habe ich auf dem 14. Deutschen Down-Sportlerfestival Frankfurt eine Kollektion vorgestellt und von über 50 Teilnehmern die Körpermaße aufgenommen.

Es wird Zeit, Menschen mit Down-Syndrom die Normalität zuzugestehen, die sie selbst empfinden. Ein erster Schritt ist es, Kleidung zu finden, die passt.

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