Minimalismus – eine kleine Inspiration

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Irgendwo zwischen Neujahr und Frühling kommt bei den meisten von uns das Bedürfnis auf, etwas zu verändern oder zu erneuern. Sich von alten Lasten und verstaubten Gegenständen zu befreien schafft Platz für neue Gedanken und positive Gefühle.

Das alljährliche Ausmisten hat sich bei mir bisher immer nur auf wenige intensive Tage reduziert. Zwar ist es ein schönes Gefühl in kurzer Zeit etwas mehr Ordnung im Leben zu haben, aber oft blieb das Gefühl nicht allzu lange bestehen. Um dieses Jahr nun endlich mal mehr und nachhaltiger Ordnung in die eigenen vier Wände zu bringen, kommt hier der „Wie werde ich auch etwas minimalistischer?“ – Guide.

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Entspannt sein

Wer sich ein wenig mit dem Thema Minimalismus befasst, wird oftmals anfangs schnell abgeschreckt. Viele Leute sehen den Minimalismus Lifestyle als eine Art Religion an – und einige treiben es ein wenig zu weit mit ihren Ansichten. Um sich wirklich befreiter zu fühlen, bringt es einem nicht viel, seinen Besitz auf 70 Gegenstände zu reduzieren, wenn man schlichtweg nicht hinter dieser Idee steht. Für den Anfang ist es also wichtig zu definieren, welche Ziele und Grenzen man hat und die Sache entspannt anzugehen und sich dabei wohl zu fühlen.

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Den ersten Schritt wagen

Wie und wo fängt man an? In meiner Wohnung gab es viel zu tun und um ehrlich zu sein, wusste ich gar nicht wo ich anfangen soll. Wie meine letzten Ausmist-Episoden mir gezeigt haben, bringt es wenig nur an einigen Tagen im Jahr intensiv aufzuräumen. Wer sich vornimmt, zwei bis drei freie Tage nur ins Aufräumen zu investieren, verbindet das mit einem großen Arbeitsaufwand und neigt dazu, das ganze als eine lästige Aufgabe anzusehen und wird es schlimmstenfalls lange vor sich hin schieben. Wirklich gute Gefühle kommen da nicht auf! Wie geht man also vor? Am einfachsten ist es sich jeden Tag auf einen Ort in der Wohnung zu konzentrieren und nur 15-30 Minuten auszusortieren. Auf diese Weise schafft man es in wenigen Wochen entspannt die Wohnung frei zu bekommen und wird auch dauerhaft etwas davon haben.

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Das Kisten System

Bevor man loslegt ist es sinnvoll, wenn man 3 Kisten vorbereitet: In die erste kommt alles rein was gnadenlos weg muss. In die zweite kommt alles rein, was verschenkt oder gespendet werden kann. In die dritte kommen Dinge rein, die man verkaufen möchte. Für die unentschlossenen unter euch rate ich, noch eine vierte Kiste anzulegen, in die Dinge reinkommen, bei denen ihr nicht sicher seid, ob sie weg sollen.

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Soll das wirklich weg?

Eine Leitfrage, welche man sich beim ausmisten stellen kann ist: Habe ich diesen Gegenstand den letzten Monat benutzt? Werde ich ihn jemals wieder verwenden? Bereitet mir dieser Gegenstand Freude? Die Wahrheit ist oftmals ziemlich bitter, vor allem weil man sich bewusst wird wie naiv man damals war, als man sich die teure Saftpresse oder das Sprossenkeimglas zugelegt hat und sie dann ganze zwei Wochen benutzt hat.

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Wohin damit?

Wenn man erfolgreich aussortiert hat, stellt sich die Frage: Wohin damit?  Viele Wege führen zum Ziel!

  • Alte Bücher & DVDs kann man über Seiten wie Rebuy oder Momox unkompliziert loswerden. Noch einfacher ist es mit deren Apps, bei denen man die Strichcodes der Bücher schnell einscannen kann und sich so das lästige eintippen sparen kann.

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  • Ein Klassiker fürs schnelle Verkaufen oder Verschenken von Möbeln & Co ist nach wie vor Ebay Kleinanzeigen. Vor allem das Verschenken funktioniert hier sehr gut. Bei einigen (für mich wertlosen) Dingen haben sich bereits in den ersten Minuten viele Interessenten gemeldet.
  • Wer in voller Euphorie seine ganze Einrichtung auf ein Mal loswerden möchte, aber kein Auto oder Führerschein hat, um alles wegzubringen, kann es auch abholen lassen. Die Möbel werden an Bedürftige gespendet. Definitiv eine Win-Win Situation! Eine Liste mit Adressen und Organisationen in Berlin hat die BSR zusammengestellt.
  • Altkleidercontainer können zur schnellen Entsorgung von Kleidung nützlich sein, jedoch wird die Kleidung entgegen der Annahme von vielen oftmals nicht an Bedürftige gespendet, sondern weiterverkauft. Wer das nicht möchte, sollte sich über den Altkleidercontainer um die Ecke informieren. Seriös sind z.B. die Container der Berliner Stadtmission.

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  • Für die feineren Teile oder Kleidungsstücke, die nicht von den Organisationen gebraucht werden gibt es noch weitere Möglichkeiten. Mit den Apps von Kleiderkreisel oder Kleiderkorb kann man das verstaubte Paillettenkleid ganz schnell loswerden.
  • Eine weitere Alternative ist das Upcyclen. Tolle Ideen und Anleitungen gibt es zum Beispiel bei Youtube.
  • Wer ein Teil seiner Lebensmittel (z.B. alte Konserven) nicht verwendet, kann diese in Form von Foodsharing mit anderen Teilen.
  • Wenn wir schon in der Küche sind: Wenn sich die Pfandflaschen nach der letzten Party stapeln und der Transport zum nächsten Supermarkt unmöglich ist: Auch die kann man abholen lassen!

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Wer an dem Minimalismus Gedanken Gefallen gefunden hat und sich mehr über darüber informieren möchte, dem empfehle ich folgende Blogs:

Mr Minimalist

Einfach Bewusst

Utopia

Viel Erfolg und vor allem viel Freude beim Umsetzen!

 

 

 

 

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