Let there be a revolution! – Marcel Ostertags Fashionshow

2017, berlinfashionweek

Am Mittwoch Abend zeigte Marcel Ostertag seine neue Kollektion „Revolution“ in den Delight Studios in Mitte. Marcels Shows sind mit die Spannendsten. Nicht so sehr die Mode, als viel mehr das Tamtam drumherum erregen Aufmerksamkeit. Promis, Presse, Autos, Essen… was will man/ Student mehr. 

Die Mode gerät allerdings eher in den Hintergrund. Zudem war die neue Kollektion von eher wenigen Highlights bestückt. Volants, Kaki und Matsch Töne und seine typischen Kaftangewänder. Nicht viel Neues, naja. Viel interessanter war allerdings Marcels Rede zum Ende der Show. Seine Erklärung zum Thema „Revolution“ rüttelte so manche wach.

Das allgemeine Stöhnen der Designer, dass immer mehr Kunden zu H&M Kleidung greifen, anstatt in „vernünftige“ Designerware zu investieren, ist bekannt. Doch keiner tut so richtig was dagegen, oder? Was kann man auch schon tun? Mit den irren Preisen, schnelllebiger  Kampagnen usw. kann kein deutsches Designerlabel mithalten. Marcel Ostertag erklärt in seiner Rede seinen Anfang der Revolution. Entschleunigung ist das Stichwort. Seine Frühjahrkollektion wird es ab sofort im März geben und seine Winteroutfits ab September, nicht schon dann, wenn noch die vorherige Jahreszeit besteht. Wer soll schon im Winter für den Frühling kaufen? Mode dann zu machen, wenn sie gebraucht wird, ist laut Ostertag der Schritt in die richtige Richtung.

Und warum eigentlich nicht? Ein Revolutionär wird er damit vielleicht nicht, da H&M trotz Rebellion sein Konzept eher weniger ändern wird. Aber wenn keiner anfängt und sagt, was viele denken, jammern wir wohl auch noch in 10 Jahren weiter.

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Es bleibt also abzuwarten und zu sehen was kommt. Im Übrigen verzichteten viele Designer auf die diesjährige  AW Fashionweek. Ob nun aus Geldproblemen oder wie häufig vom Management erklärt, „man achte auf die Umwelt und konzentriere sich ihr zur Liebe nur auf eine Show pro Jahr“, sei mal dahin gestellt.

Abwarten und Tee trinken, oder wie in unserem Fall eher Champagner auf Mercedes-Benz Kosten.

Cheers!

Photocredit: MBFW

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