Suzanne Lee & das Kombucha Leder

Design, Fashion

Stellt euch vor, Ihr könntet eure eigenen Kleider züchten und gleichzeitig Mode produzieren, welche umweltfreundlich ist?  Es ist möglich! In den letzten Jahren arbeiteten viele Designer und Wissenschaftler an Projekten, in denen sie versucht haben, Leder aus Mikroben und Bakterien herzustellen. Eine der ersten DesignerInnen, welche damit angefangen hat, ist Suzanne Lee und ihr Projekt Biocouture.

Biocouture startete 2004 als akademisches Projekt. Während Suzanne Lee für ihr Buch „Fashioning The Future: Tomorrows wardrobe“ forschte, interviewte sie verschiedene Wissenschaftler und Ingenieure, um herauszufinden, was sie über die Entwicklung der Mode in der Zukunft denken. Die Person, die ihre Sicht auf Textilien verändert hat, war ein Biologe. Er gab ihr die Idee, eine Mikrobe zu verwenden, um Zellulose zu synthetisieren und ein Kleidungsstück in einem Gefäß mit Flüssigkeit wachsen zu lassen. Dieser Gedanke hat sie fasziniert und damit begann die Idee für Biocouture.

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Und die Idee ist einfach, aber genial: Mikrobiotisches Leder zu züchten, welches aus einer Kombucha Kultur entsteht. Kombucha ist ein Getränk aus einem Fermentationsprozess mit Tee, Zucker, einer symbiotischen Kolonie von Bakterien und Hefen oder auch „SCOBY“ genannt.

Um den Prozess zu verstehen, ist hier ein Video:

http://www.youtube.com/watch?v=WVW-jSdhILs

Es ist wirklich einfach, jeder von uns, der interessiert ist, könnte es auch mal ausprobieren.

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Heute arbeitet sie mit einem Team von Wissenschaftlern und Designern zusammen, um die Qualität dieses Materials zu verbessern. Seit 2011 ist sie Teil des Unternehmens „Modern Meadow“ mit Sitz in New York City, welches auf die Herstellung von tierfreiem Leder spezialisiert ist. (Diese Firma ist mitunter auch bekannt für das Anbauen von Fleisch im Labor) Ihre größte Herausforderung ist es, die Produktion weiter auszubauen. Ihr Ziel ist es, das Material in Masse zu produzieren, um eine echte Alternative zu billigen Materialien aus umweltschädlichen Quellen bieten. Es ist auch wichtig, dass dieser Stoff nicht zu teuer ist, so dass viele Verbraucher sich diese Art von Kleidung leisten könnten.

Das Projekt ist erfolgreich. Im Juni 2016 wurde das Unternehmen mit 40 Millionen Dollar gefördert. Damit wird erstmals die Vermarktung von Bio-Leder ermöglicht.

 

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