#FASHIONTECH

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Während der Fashion Week in Berlin gibt es auch abseits des schillernden Fashion-Rummels Veranstaltungen, die sich um Technologie und Innovation drehen. Gemeint ist damit die „Fashion Tech-Konferenz“. Sie findet am Rande der Premium statt und präsentiert unterschiedliche Designer, die sich mit intelligenter Kleidung beschäftigen.

img_20170118_110153Bei Intelligenter Kleidung geht es primär darum, die Lücke zwischen Technologie und Design zu schließen. Während das Massengeschäft mit Kleidung hauptsächlich nach Asien verlagert wurde, etabliert sich insbesondere in Deutschland, Österreich und der Schweiz das Segment der High-Tech – Textilien. Schon seit 2008 wächst dieses Geschäft jährlich um drei Prozent und erreichte 2014 laut des Gesamtverbandes der deutschen Textil- und Modeindustrie einen Umsatz von knapp fünf Milliarden Euro.  Bislang ist der Preis solcher High Tech Mode das größte Umsatzhindernis. Besonders im Sportbereich ist High-Tech sehr attraktiv, da hier die Funktion der Kleidung eine große Rolle spielt. Die persönlichen Leistungen des Trägers können verbessert und Verletzungen vorgebeugt werden.

Wir sind also zunächst durch die Hallen des Kühlhauses, in dem das ganze stattgefunden hat, herumgeirrt und waren verwundert über das viele „Fashion“ und das wenige „Tech“. Als wir realisiert haben, dass wir uns ein paar Stockwerke zu tief befinden und im 4. Stock endlich den Eingang gefunden haben, waren wir überwältigt. Hier geht das Herz eines jeden experimentierfreudigen Modedesigners auf.

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Als erstes ist uns ein Designer  aufgefallen, welcher Kunstleder aus Kombucha Bakterien züchtet. Eins seiner Vorbilder ist Suzanne Lee, über die wir vor kurzem berichtet haben: Suzanne Lee & das Kombucha Leder. Er hat zusammen mit einem Team von Designern und Wissenschaftlern versucht das vegane Leder weiterzuentwickeln und dabei z.B. Bioabfälle als Quelle zu nutzen. Herausgekommen ist dabei ein Material, welches auf Köperwärme reagiert und sich sanft auf die Haut legt, weich und kompostierbar ist.

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Etwas weiter wurde ein 3D-Druck Station vorgestellt, welche mit über 60 verschiedenen Filamenten 3D-Drucke erstellen kann, mitunter auch mit weiche Kunststoffdrucke. Der 3D-Druck ist stetig in Entwicklung und idt vielversprechend für die Zukunft. Dimesion Alley ist ein 3D Druck Cafe in Berlin, welches auch dazu noch Services wie 3D Scan oder 3D Modellierung anbieten.

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Der Markt für intelligente Mode wird wohl weiterwachsen und sich insbesondere im funktionalen und medizinischen Bereich stärker etablieren. Momentan ist der Preis solcher High-Tech Textilien das größte Umsatzhindernis. Die Zukunft wird zeigen, ob die Produktionspreise so stark minimiert werden können, damit sie dem normalen Konsumenten zugänglich gemacht werden kann.

Technologie und Kleidung sollen eins werden, sagt der Designforscher Fabian Hemmert : „wie ein Butler, aber ohne uns zu überwachen“ ( im Interview mit WIRED Deutschland).

Auch eine Masterstudentin der HTW stellte bei der FASHION-TECH ihre Kollektion (Layla Mueller Design) aus, dessen Kleidungsstücke Sound visualisieren können.

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