Fashion Revolution @ AGORA ROLLBERG

2017, minds

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Die Fashion Revolution Kampagne rief vergangene Woche in Gedenken an den Einsturz des Fabrikgebäudes Rana Plaza in Bangladesch von 2013 zum vierten mal auf, die Herkunft und die Herstellungsbedingungen unserer Kleidung zu hinterfragen. “Who Made My Clothes?”, fragten Teilnehmer die Hersteller, während sie ein Foto von sich auf Social Media posteten und ihre Kleidung symbolisch “auf links” trugen, um das Label sichtbar zu machen.

Unter den zahlreichen, unterschiedlich großen Events anlässlich der Fashion Revolution Week zog es uns am Samstag zum AGORA in der Rollbergstraße. Den meisten Platz im Space beanspruchte der Vino Kilo Vintagemarkt, der nicht nur zum Secondhand-Shoppen, sondern auch zum Tauschen und Selbstgestalten anregte. Für Verpflegung und gute Musik wurde natürlich auch gesorgt und eine kleine Tombola mit “grünen Preisen” rundete das Shoppingerlebnis ab.

Das vielseitige Programm, das alle Sinne anregen soll, ist typisch für das Space, welches 2016 seine Pforten eröffnet hat. Es ist ein offenes Labor mit dem Zweck, eine neue Art des Wirtschaftens mit zu entwerfen: Die Kreislaufwirtschaft, die im Gegensatz zu unserem jetzigen, linearen System (Take – Make – Waste) steht. Es werden hier diverse Praktiken für alle Industriezweige experimentell erprobt, die in Zukunft eine Rolle spielen sollen.

So war es selbstverständlich, dass es hier während der Fashion Revolution Week aktiv zuging und man auch am Samstag das Nützliche mit dem Angenehmen verband: Parallel zum Shopping konnte man sich an verschiedenen Ständen über thematisch passende Projekte und Aktionen informieren. Die globale Gemeinschaft/ Veranstaltungsreihe Open Source Circular Economy Days, die die Anwendung von Open Source- Methoden der Zusammenarbeit für die Entwicklung einer zukünftigen Kreislaufwirtschaft untersucht, war eine davon.

Man beobachtet, dass sich der Aufwand auszahlt: Millionen wurden in den vergangenen Jahren durch die Fashion Revolution Kampagne auf die Missstände in der Modeindustrie aufmerksam und formen nun starke Netzwerke sowie das nötige Bewusstsein, um diese zu beseitigen. Immer mehr Verbraucher wünschen sich mehr Transparenz in der Lieferkette ihrer potentiellen Käufe, auch in der Textilen. Die Entwicklung der globalen sowie nationalen Infrastruktur, wie Events Bündnisse und Initiativen, verspricht ein anhaltendes Wachstum dieser Bewegung.

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