Engineer/Designer/Author: Lina Wassong im Interview

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Wir durften Lina Wassong erstmalig in unserem Kollektionskurs des 4. Semester durch Prof. Bianca Koczan kennen lernen. Im Kurs hat sie uns im HappyLab Berlin eine Einführung am Lasercutter gegeben. Letze Woche haben einige von uns Lina in München auf der „Laser World of Photonics“ wieder getroffen. Dort hat sie einen Workshop geleitet und uns später  beim Makeathon, im Team „Construction Kid“ mit allen Mitteln unterstützt! Artikel und Infos zur Messe & Makeathon hier. Wer Lina Wassong eigentlich ist und was sie sonst noch macht, erfahrt ihr im Interview!

 

 

 

Liebe Lina, beschreibe dich bitte in einem Satz.

Ich kombiniere sehr gerne Design mit der neuesten Technik und Elektronik und kreiere neue Stücke. Außerdem motiviere ich sehr gerne andere Leute das auch mal auszuprobieren.

Was hast du studiert und wo hast du studiert?

Ich habe Bekleidungstechnik an der HAW Hamburg studiert, und bin dann über E-Textiles und Wearables in Richtung Fashion und Technology gekommen.

Hast du dich dabei auf etwas bestimmtes spezialisiert?

Vor 3 Jahren habe ich angefangen mit elektrisch leitendem Garn zu arbeiten und darüber Elektronik in meine Designs integriert. Zuerst war es nur Licht aber darauf kamen schnell komplexere Projekte mit Mikrocontrollern und Sensoren. Mittlerweile arbeite ich zudem auch viel mit Digital Manufactoring wie §D-Druck und Lasercutting.

Was für Projekte oder Produkte hast du bereits gemacht, und falls es Kooperationen waren, mit wem?

Mein erstes großes Projekt war die Co-Autorenschaft eines Buches zum Thema Elektronik und Licht. Daraufhin sind noch 2 weitere Bücher gefolgt, auch über E-Textiles und eins davon ist „Das Calliope-Buch“ für Grundschüler, die anfangen sollen in der Schule programmieren zu lernen. Dann habe ich parallel auch noch an Designs gearbeitet, zum Beispiel das Neueste mit der 3D-Druck-Firma Formlabs im Studio bei ElektroCouture. Da drucke ich gerade ein paar Segmente die ich dann in mein Design integrieren werde, mit Motoren, sodass sich etwas bewegt.

Das klingt spannend. Kannst du noch etwas zu deinem aktuellen Projekt sagen?

Wie eben schon erwähnt arbeite ich an dem Design mit Formlabs, mit einem 3D-Drucker der Flüssigkeiten mit einem Laserstrahl aushärtet und dann den Druck aus einem Polymer heraus zieht. Und die beiden eben erwähnten Bücher sind auch ganz aktuell und werden beide jetzt im Juli erst auf den Markt gebracht.

Wie hat dir jetzt ganz aktuell der Makeathon gefallen?

Der Makeathion hat mir sehr gut gefallen. Ich fand das sehr schön durch organisiert dass Conrad Electronics da war mit den Tekkie-Wwerkstätten und die ganzen Werkzeuge da hatte, vor allen Dingen auch die elektronischen Komponenten. Ich hätte mir ein bisschen mehr gewünscht dass die Projekte vorher vorgestellt und die Teams noch ein bisschen mehr gemischt worden wären, aber dafür sind trotzdem gut Ausgedachte und Umgesetzte Projekte entstanden.

Was würdest du uns als Modedesignstudenten empfehlen, wie wir mit Fashion Tech in Kontakt kommen können?

Ich würde euch empfehlen euch  auf jeden Fall mal ein kleines Board zu holen das man programmieren kann, das einfach mal an den PC anzuschließen. Es gibt tausend Tutorials im Internet worüber man das ganz leicht lernen kan. Das ist wirklich ungefährlich und auch gar nicht schwer.Und darauf baut man dann das eigene Interesse auf. Wenn es einem Spaß macht, kann man da immer weiter rein schauen. Man kann aber auch in andere Bereiche gehen und sagen gar keine Elektronik, ich möchte mit Maschinen arbeiten, dafür bieten sich dann offene Werkstätten an, wie das Fablab, oder Happy Lab.

Wie siehst du die Zukunft in der Szene?

Ich denke in den funktionalen Bereichen wie Medizin, Militär, Sport Gesundheit wird sich auf jeden Fall einiges tun, da es immer leichter und zuverlässiger wird Elektronik zu integrieren. Im Bereich Design sehe ich die ganzen neuen Möglichkeiten die sich durch die Verwendung von digital Manufactoring  aufweisen. Oder auch 3D Druck, besonders im Kleinen. Für kleine Kollektionen ist 3 D Druck super weil man da freie Gestaltungsmöglichkeiten hat. Ja es wird auf jeden Fall sehr spannend werden was sich daraus noch weiter entwickelt.

 

13068.jpg         Symbiosis Dress

Monitor Dress Lina Wassong         Ambience Skirt Lina Wassong

©v.l.n.r. Waldschuetz/ElektroCouture, Voss/Wassong, Santos/ElektroCouture

 

Vielen Dank, Lina, für das nette Interview und deine Hilfe und Unterstützung während der Laser World of Photonics Messe in München und viel Erfolg weiterhin bei all deinen Projekten!

Tip: Wer sich für E-textiles & co interessiert sollte unbedingt zur Fashion Tech während der Fashion Week gehen!

 

Mehr Infos zu Lina Wassong , Wearables mit Arduino und Raspberry Pi , Licht & Spaß , Das Calliope Buch

 

 

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