BTS – Babylon Berlin

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Im letzten Jahr hatte ich einen der wohl abwechslungsreichsten Nebenjobs überhaupt. Ich habe als Komparse und Kleindarsteller bei verschiedenen TV- und Kino-Produktionen mitgewirkt.  So bin ich z.B. in Matthias Schweighofers Serie „you are wanted“ zu sehen oder in Til Schweigers Film „Hot Dog“ (ab 28.12. im Kino).

Nie wusste man, was zu erwarten ist. Wen man trifft, in welche Situationen man gebracht wird, wie man aussieht und vor allem wie lange es dauert.

Hier möchte ich möchte ich kurz über einige Drehtage am Set der international gefeierten Serie „Babylon Berlin“ berichten. 

Die Drehtage begannen oft sehr früh. Call-Time war meistens gegen 5 oder 6 Uhr morgens. Oft haben wir in den Babelsberg-Studios gedreht, am Set der neuen Berliner Straße, ein Häuserblock mit kleinen Geschäften, Toreinfahrten, alten Gaslaternen, verschiedenen Fassaden von Hotels bis zum Nachtclub – aber alles aus Sperrholz und Baugerüsten. Eine Scheinwelt wie aus einer anderen Zeit.

Die Geschichte von Babylon Berlin spielt in den 1920er Jahren. Wir wurden alle zurechtgemacht und authentisch ausgestattet. Einmal war ich ein Arbeiter aus der Unterschicht, hin und wieder ein Herr der Oberschicht in feinem Anzug mit Stock und Hut.

Mein wohl anstrengendster und zugleich aufregendster Drehtag war im Sommer. Gedreht wurde eine Szene des 1. Mai 1929 – die Arbeiteraufstände. Am Tag zuvor hatten wir die Straßenschlacht gedreht, wo wir mit ca. 250 Darstellern den ganzen Tag die blutige Arbeitsdemo von damals nachgestellt haben (Foto). An  diesem tag waren wir nur ungefähr 12 Darsteller, die Straßen des Sets waren verwüstet, überall brannten kleine Feuer und dichter Nebel waberte durch die Straßen – die Szenerie der Ausläufer der Straßenschlacht. Wir mussten durch dieses Trümmerfeld flüchten neben uns explodierten Molotowcocktails, es fielen Schüsse, Fensterscheiben zersplitterten während wir vor eine Horde Polizisten mit Gewehren flüchten die wild mit Platzpatronen auf uns schossen. Wir wurden mit Fett eingeschmiert, mit Blut bekleckert und aufs übelste hergerichtet um die Szenerie perfekt zu machen. Diese kurze Einstellung wurde ca. 50 mal aus allerlei Perspektiven gedreht und jedes mal musste wir von A nach B rennen, versuchen nicht erschossen zu werden und vor allem nicht über den Schutt zu stolpern.

Aber es gab auch entspannter Drehtage. einmal wurde ich als feiner Herr in ein Oldtimer-Cabrio gesetzt und 100 mal um den Block gefahren, während neben mir ein Auto angeschossen wurde. Oder ich war Besucher des Nachtclubs in der Geschichte und habe mich mit Freunden und Champagner bewaffnet vor besagtem Club getummelt.

Alles in allem hatte ich immer großen Spaß an diesen Drehtagen und bin schon sehr gespannt auf die Serie.

leider war es uns vertraglich untersagt Bilder von uns oder dem Set zu machen. Von daher hier nur ein Bild von der offiziellen Website.

https://www.babylon-berlin.com/de/uebersicht-babylon/

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hier noch der offizielle Trailer:

https://www.babylon-berlin.com/de/babylon-berlin-60-sec-trailer/

 

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