Da würde ich noch mal hin: die größte Dior-Ausstellung der Welt

2017, exhibitions, fashion & art, paris

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Am 12. Februar 1947 zeigte Christian Dior seine erste Kollektion in Paris und sorgte damit für eine modische Revolution. Die Kollektion war gekennzeichnet durch eine schmale Taille und die weiten ausgestellten Röcke aus edlen Stoffen. Dior selbst hatte seine Kollektion Ligne Corolle („Blütenkelch-Linie“) genannt, von amerikanischen Journalisten wurde sie als „New Look“ gefeiert. Dem Begriff „New Look“ haben wir der damaligen Chefradakteurin von Harpers Bazaar, Carmel Snow, zu verdanken, die dem Designer nach der Show sagte: „It`s quite a Revolution, dear Christian, your dresses have such a new look!“

Seit jenem Tag sind inzwischen mehr als 70 Jahre vergangen. Im Musée des Arts décoratifs in Paris lief vom 5. Juli 2017 bis 7. Januar 2018 die wunderschöne Ausstellung zum 70. Geburtstag des Modehauses Christian Dior  „Christian Dior, couturier du rêve“.

18 Studenten des Fachbereichs Modedesign konnten diese Ausstellung als Teil des Kurses „Kostümgeschichte“ besuchen. Ich war eine der Glücklichen. Der große Dank für die Organisation geht an Frau Professor Skupin. Die Besucher_Innen wurden in kleinen Gruppen aus 10-15 Menschen reingelassen, um das Museum nicht zu überfüllen. Zum Beginn der Ausstellung war es sehr voll und man konnte sich nur sehr langsam bewegen, in den anderen Hallen wurde es dann besser.

Anfang der Ausstellung und der erste Teil

Das Museum ist in zwei Teile aufgeteilt mit separaten Eingängen links und rechts. Die Ausstellung wurde chronologisch aufgebaut: sie führte von 1905 – Kindheit und Jugend von Christian Dior und sein Erbe – bis kreative Arbeiten seiner Nachfolger im Haus Dior in der Gegenwart.

Auf 3000 Quadratmeter des Museums waren verschiedene thematische Bereiche zu erkunden. Die erste Halle zeigte Christian Dior den Galerist: für das breite Publikum ein unbekanntes Kapitel seines Lebens. Die meiste Zeit seines Lebens hatte Christian Dior der Kunst gewidmet. Er begann seine Karriere mit der Unterstützung vom Vater als Galerist in Paris, und bis er den berühmten New Look kreierte, hatte Dior gemalt, gesammelt und verkauft. Man konnte Werke von Salvador Dali, Pablo Picasso, Yves Tanguy, Pavel Tchelitchev und Christian Bérard sehen.

Die zweite Halle war dokumentarisch. Sie wurde komplett dem Christian Dior, seinen Menschen, Sachen, Erfolgen und Leidenschaften gewidmet. Man konnte Fotos aus seiner Kindheit und seinem Leben sehen, sowie auch die Modefotografien von Irving Penn, Clifford Coffin, Erwin Blumenfeld, Richard Avedon, Horst P. Horst, William Klein, Regina Relang, Cecil Beaton, Henry Clarke, Lilian Bassman und Louise-Dahl-Wolfe: die großen Fotografen, die für Christian Dior Fotos machten.

Colorama

Eine große halbdunkle Halle mit langen Vitrinen. Ein spannender Mix aus Kleidern, Schuhen, Taschen, Hüten, Accessoires, Illustrationen. Hunderte von Objekten wurden nach Farbe gesammelt, mal als Miniaturen, mal in Originalgröße. Sehr geschmackvoll und elegant präsentiert wie es Nathalie Crinière gut kann.

Fotos: Adrien Dirand. Quelle: http://www.dior.com

Blumengarten

Die vierte Halle war als ein märchenhafter Garten dekoriert, wo man neben den femininen Kleidern in floralem Design das Gemälde „Le Jardin de l`artiste à Giverny“ von Claude Monet sehen konnte. Dieses Gemälde diente als Inspiration für das „Miss Dior“ Kleid. Diese Halle war hell beleuchtet und wunderschön mit Papierblumen dekoriert. Das war eine meiner liebsten Hallen. Dort wurden auch Parfumflaschen ausgestellt.

Der zweite Teil

Der zweite Teil der Ausstellung zeigte ausschließlich Mode. Die Galerie wurde von der legendären Jacke „Bar“ eröffnet.

Die Toile Halle

In dieser Halle mit hohen Wänden und der Decke aus Spiegeln wurden Prototypen aus Toile ausgestellt. Die Halle war weiß, hell und irgendwie magisch. Ich verbrachte dort ziemlich viel Zeit.

Dior nach Dior

In dieser Halle wurden die Kleider von sechs Dior Nachfolgern präsentiert: Yves Saint Laurent (1958 – 1960), Marc Bohan (1960 – 1989), Gianfranco Ferré (1989 – 1997), John Galliano (1997 – 2011), Raf Simons (2012 – 2015) und seit Juli 2016 Maria Grazia Chiuri.

Die Grand Halle – The Dior Ball

Diese Halle fand ich am schönsten. Ein riesiger Raum mit 3 Etagen-hohen Decken ist eine Replika vom Spiegelsaal in Versailles. Die Farben der Beleuchtung wechselten sich von Tageslicht bis zum Effekt einer Sternennacht was die glänzenden Details an den Kleidern hervorragend und gekonnt hervorgehoben hat. In dieser Halle wurden die schönsten Kleider von Elisabeth Taylor, Sophia Lauren, Prinzessin Diana, Grace Kelly, Charlize Theron und anderen berühmten Frauen präsentiert.

Ich betrachtete diese atemberaubenden Ballkleider und es war schwer zu glauben, dass ich wirklich in Paris und nicht in einem Märchen war!

Christian Dior war ein Hedonist, er liebte schöne Sachen, leckeres Essen, Cabaret und Theater. Und natürlich Gärten und Blumen, seine größte Leidenschaft und Inspiration.

Christian Dior verstarb nach einem Herzanfall am 24. Oktober 1957 im italienischen Kurort Montecatini im Alter von nur 52 Jahren.

Maria Grazia Chiuri ist die heutige künstlerische Leiterin bei Dior – die erste Frau in dieser Rolle in der Geschichte des Modehauses.

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Foto: Tony Armstrong Jones, 1957. Quelle: https://www.vogue.nl/fashion/nieuws/artikel/christian-dior-en-lord-snowdon-een-veelzeggende-combinatie

Wer noch mehr über die Ausstellung wissen möchte, hier sind ein Paar Links:

https://www.dior.com/couture/de_de/das-haus-dior/ausstellungen/christian-dior-couturier-du-reve

http://mystylery.com/blog/2017/10/08/couturier-du-reve-dior-ausstellung-in-paris/

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