Berufscoaching mit Pferden

2018, berlin, htw, professionals

Das tiergestützte AWE mit Pferden

von Marie Korsch und Thythy Nguyen

Unsere Hochschule bietet viele AWE’s an, um uns Einblicke in verschiedene Bereiche ermöglichen zu können, ob in Richtung Wirtschaft, Recht oder auch im kreativen Bereich. Ein Kurs hat uns besonders stutzig gemacht: Ein tiergestütztes Berufseinstiegstraining- Mit Pferden als Trainer!

Aus Neugier wählten wir den Kurs und beschlossen einen Artikel zu schreiben, um unseren Mitstudierenden eine Idee zu verschaffen, was hinter diesem Kurs wohl stecken mag.

Es fing an mit einem Einstiegsseminar, um uns erstmal gegenseitig kennenzulernen und uns auf die Tage auf der Weide vorzubereiten. Geleitet wird der Kurs von den Schwestern Antonia und Barbara, beide haben sehr viel Erfahrung mit Bewerbungen und Vorstellungsgesprächen und wollen den Studierenden der HTW helfen sich auf diese vorzubereiten. Uns wurde erklärt, wie wir mit den Pferden umgehen und worauf wir achten sollten.

Am nächsten Tag trafen wir uns auf der Weide in Hoppegarten und wurden von Antonia und einem Pony abgeholt. Wir sind gemeinsam ein Stück in den Wald gegangen, wo uns wenig später die anderen Pferde erwarteten. 

Sofort fingen wir mit der ersten Übung an, und wir sollten abwechselnd jedes Pferd einmal führen um zu schauen, bei welchem Tier wir uns am wohlsten fühlten. Ziel der Aufgabe war es, das angewandte auf das alltägliche Leben und den Job zu beziehen und zu reflektieren: „Mag ich eher die Führungsposition übernehmen? Mag ich Leute die dominant sind?“ 

Jedes Pferd hat -natürlich- seinen eigenen Charakter und reagiert dementsprechend auf deine Person ganz unterschiedlich. 

Nach ein paar weiteren Übungen und mehreren Gesprächen wurde der Tag noch mit einem Spaziergang durch den Wald abgeschlossen.   

Der nächste Tag, und somit auch der letzte Tag auf der Koppel begann mit der Besprechung der Hausaufgabe. Wie schätzten uns unsere engsten Menschen ein und gab es einen Unterschied, als mit Fremden diese Einschätzung durchzuführen? Anschließend absolvierten wir einen etwas schwierigeren Parcours, als am Vortag mit einem Pferd unserer Wahl. Danach trugen alle Studenten ihre einstudierte Vorstellung über sich selbst vor. Wir gaben einander konstruktive Kritik und nahmen auch viel voneinander mit. Das schwierigste daran war wohl sich währenddessen in einem Spiegel zu betrachten. Eine weitere Aufgabe war unsere Mimik besser nachvollziehen zu können. Jeder von uns suchte sich einen Platz, an dem er ungestört verschiedene vorgegebene Gesichtsausdrücke mit einem kleinen Spiegel ausprobieren konnte. Sinn der Aufgabe war zu sehen, dass man manchmal seine eigene Mimik nicht einschätzten kann und zum Beispiel obwohl man denkt, dass man freundlich schaut, dies gar nicht der Fall sein muss. Als nächstes sollten wir uns einen Partner aussuchen. Nun bestand die Aufgabe darin, dass die eine Person den Partner wie das Pferd führen sollte. Das Schwierige dabei war, dass dem Partner die Augen verbunden wurden.  

Die finale Aufgabe bestand darin, das Pferd zu führen und im Kopf unser Ziel auf der Koppel festzustecken. Nun sollten wir darauf achten, wie man sich selbst fühlt, wenn man durch das Ziel läuft und, ob sich das Pferd vielleicht anders benimmt. 

Insgesamt haben wir das Seminar sehr genossen. Es war schön mal aus der Uni rauszukommen, die Tiere besser kennenzulernen und sich ein ganzes Wochenende mal nur mit sich selbst zu befassen. Wir denken, wir alle haben viel gelernt und gleichzeitig viel Spaß gehabt.

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