//Rückblick: Werkschau 2017

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Sie war unter den schönsten Präsentationen, die wir in den letzten Jahren gesehen haben: Die zehnte jährliche Werkschau des Fachbereichs Gestaltung an der HTW. Am Freitag sowie am Samstag hatten Besucher die Möglichkeit, Semesterprojekte der Studiengänge Industrial Design, Bekleidungstechnik/Konfektion, Kommunikationsdesign, Modedesign, Museumskunde sowie Konservierung und Restaurierung/Grabungstechnik anzuschauen. Und es gab so einiges zu entdecken…

Arbeiten des Studiengangs Modedesign: 6. Semester. Thema: Nachhaltige Mode aus dem Jahre 2067

‚INTWO‘ // MODENSCHAU DES VIERTEN SEMESTERS

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Am Sonntag, den 23.07.17 war es wieder so weit: Das vierte Semester des Studiengangs Modedesign zeigte seine Arbeiten im Rahmen einer, von den Studenten unter der Aufsicht von Prof. Anke Schlöder organisierten, Modenschau. Zunächst sorgte die Band Ziam für Stimmung und ließ die Wände des Columbia Theaters in Berlin- Tempelhof ordentlich beben. Als dann gegen 21:00 Uhr die Show in Begleitung des DJs Paul Priest startete, platzte die Location aus allen Nähten.

TRANSPARENZ IN DER MODEINDUSTRIE – DER AKTUELLE STAND IN DEUTSCHLAND

nachhaltigkeit

Anlässlich der Ethical Fashion Show, die ihre Besucher Anfang diesen Monats empfing, fanden vereinzelt Vorträge und Podiumsdiskussionen statt, welche die Schattenseiten und die Zukunft der Modeindustrie thematisierten. Besonders aktuell war von diesen das Gespräch unter der Überschrift „Transparenz statt Versteckspiel“. Es wurde versucht, auf die Handelsabläufe und den rechtlichen Spielraum im Hinblick auf mehr Transparenz und Fairness für den Konsumenten und für den Angestellten einzugehen.

Auf dem Podium anwesend waren Dr. Bernhard Felmberg (Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung ), Vera Köppen (Fair Wear Foundation), Robert Hertel (Hempage), Andreas Streubig (Otto Group) und Berndt Hinzmann (Inkota-Netzwerk). Die Moderation übernahm Heike Holdinghausen (taz). Es wurden sich somit unter anderem der CEO eines Fairwear-Labels, der Bereichsleiter für das Nachhaltigkeitsmanagement der Otto Gruppe und ein Vertreter des BMZ  gegenübergestellt, wodurch man die wahre Komplexität des Problems realisieren konnte.

Die Textil- und Modeindustrie leistet im Allgemeinen stets Pionierarbeit, und würde sich gerade deshalb dazu anbieten, von Grund auf faire und effektive Systeme aufzubauen. Stattdessen werden Kosten zum Leid von Mensch und Umwelt externalisiert, d.h. es wird im Dunkeln ausgebeutet. Das Publikum hatte sich besonders leidenschaftlich an der Diskussion beteiligt und ein generelles Missverständnis für die Situation gezeigt. Es kam bald der Vorwurf auf, mehr Transparenz mit Hilfe eines Gesetzes durchzusetzen zu müssen. Wie sich herausgestellt hat, sei das Problem hierbei jedoch, dass man nur deutschlandweit und ansatzweise EU-weit etwas bewirken könne. Der eigentliche Brennpunkt, d.h. Produktionsländer wie Bangladesh, Indonesien, Indien, würde man so kaum erreichen.

11 FRAGEN an Ann- Margritt Biermann

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… Gründerin des jungen Lingerie Labels ELAICE Couture und Absolventin des Masterstudienganges Modedesign an unserer Hochschule.

the-designer

Gaffer Deluxe: Wie kam es zu Deiner Entscheidung, einen Master an der HTW zu absolvieren?

Ann- Margritt Biermann: Während einer Ausbildung zur Modedesign Assistentin sowie meinem Bachelor in Modedesign und Business in Dänemark hat es mich immer wieder nach Berlin gezogen: Für die Fashion Week, für Praktika und sogar für ein Erasmus Jahr. Einerseits hat mich die Stadt in ihrer kreativen Vielfältigkeit mitgerissen, andererseits war ein stärker werdender Fokus auf ein ethisches Bewusstsein präsenter als in Dänemark. Es war dann ziemlich schnell klar, dass ich meinen Master in Berlin machen möchte.