Drydye: Stoffe färben ohne Wasser

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Die Massenanfertigung von Kleidung im Asiatischenraum wird nicht gerade mit Nachhaltigkeit in Verbindung gebracht. Der Gegenteil ist der Fall, Menschen unwürdige Arbeitsbedingungen und fatale Folgen für die Umwelt sind die Preise die wir bezahlen für Billig-Kleidung und auch für Marken-Kleidung in Deutschland. Und doch gibt es ein Unternehmen, das einen enormen Schritt gemacht hat in der umweltfreundlicheren Produktion von Funktionskleidung.

Färben von Textilien ohne Wasser schont die Wasservorräte und hat keine Verschmutzung des Abwassers zur Folge, hinzu kommt, dass auch noch jede Menge Energie eingespart wird. Normalerweise werden 25 Liter Wasser zum färben eines T-Shirts benötigt. Dass das geht zeigt die Yeh-Group aus Thailand mit ihrer Drydye Technologie.

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Im Drydye wird im Färbeprozess komplett auf Wasser verzichtet. Stattdessen wird recycltes Kohlendioxid verwendet. Dadurch reduziert sich der Energiebedarf für die Färbung der Textilien um ganze 50 Prozent. Auch 50 Prozent weniger Chemikalien werden in diesem Verfahren benötigt. Das ist ein riesiger Schritt in der Energieeffizienz und in der Nachhaltigkeit der Kleidungs-Produktion.  In der Öffentlichkeit war dieses Verfahren bislang unbekannt. Aber die Yeh-Group hat immerhin namhafte Kunden wie Adidas und Nike. Über eine Millionen Meter Stoff, das nach diesem Verfahren gefärbt wurde, hat Adidas bereits verwendet. Das ist ein wirklicher Revolution in der Textilindustrie.

Die Stoffe der Zukunft sie kommen aus dem Reagenzglas?

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Suzanne Lee setzt produzierende Mikroben ein, um im wahrsten Sinne des Wortes Kleidung „wachsen“ zu lassen.
Diese geniale Idee entwickelte sie mit einem befreundeten Forscher bei den Recherchen für das Buch  “ Fashion of the Future“. Die ersten Versuche fanden in der hauseigenen Badewanne statt, dessen Zutaten Grüner Tee, Zucker, Essig und eine Bakterienkultur waren. Dies hat eher was von Bierbrauen als Mode aber es funktioniert prächtig. Nachdem der Stoff „gedeiht“ ist bekommt er ein Lasercutter-Muster in Form der Bakterienkultur, aus der er einst entstand. Die Kollektion ist bereits bei Selfridges in London zu sehen. So wird ein völlig natürliches, zu hundert Prozent kompostierbares Produkt geschaffen. Das Material kann für die Herstellung von Kleidung getrocknet, zerschnitten und zusammengenäht werden.
Dies könnte die Entwicklung und Herstellung von Kleidung, Schuhen und Accessoires revolutionieren und eine nachhaltige Zukunft für die Modeindustrie ermöglichen.
Mehr Infos unter:
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