„Von Modeverräterinnen und  Kleidertragenden“ – HTW launched erstes Fashion-Magazin

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Von Kathi Leimner

"Von Modeverräterinnen und Kleidertragenden"

Prof. Anke Schlöder und Joachim Baldauf dokumentieren die Crème de la Crème der HTW-Modedesign-Studenten Fotocredit: Facebook/Anke Schlöder

 

Wie viele ModedesignerInnen braucht es eigentlich auf dieser Welt?
Als Nachwuchsdesigner fühlt man sich der Frage nach der eigenen Daseinsberechtigung oft ausgesetzt. Gerade wenn es zum Beispiel um Themen wie Nachhaltigkeit und den richtigen Umgang mit Ressourcen geht. Dabei sind Modedesigner so viel mehr als reine Modeschaffende, die hübsche Kleidung entwerfen!
Heute werden kritische Fragen gestellt, Bestehendes angezweifelt, Neues geschaffen oder aus Altem Neues gemacht.

Dass Mode nicht nur hübsch ist, sondern eine überaus kritische Funktion trägt, haben Creative Director Joachim Baldauf und Fashion Director Prof. Anke Schlöder zum Anlass für das erste HTW-Mode-Magazin „Von Modeverräterinnen und  Kleidertragenden“ genommen: Auf über 120 Seiten werden überaus starke Arbeiten der HTW („Highly Talented Workers“) in den Fokus gerückt:  13 Designer wurden für diese erste Ausgabe kuratiert, die im Rahmen des Modedesign Studiums im Fachbereich Gestaltung der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin entstanden sind. Thema des Heftes ist das Verschwimmen bisher definierter Geschlechtergrenzen, die vom Fotograf Dmitry Komissarenko künstlerisch umgesetzt wurden.

 

Wir haben mit HTW-Professorin Anke Schlöder nicht nur über das Heft, sondern auch über die Zukunft deutscher Nachwuchsdesigner gesprochen:
Wie sieht die Zukunft für Nachwuchs Designer Ihrer Meinung nach aus ?
Nicht mehr so rosig wie zu der Zeit, als ich den Abschluss gemacht habe;  aber das gilt für die Modebranche im Allgemeinen. Dort gibt es seid Jahren starke Einbrüche und sie befindet sich daher gerade im Wandel. Ich denke, die heutigen Absolventen im Modedesign sollten nicht nur den Beruf des Designers anstreben, sondern auch nach alternativen Arbeitsmöglichkeiten in der Modebranche Ausschau halten.  
 
Welche Chancen bietet der Berliner Modemarkt/deutsche Modemarkt?
Es gibt in Deutschland meiner Meinung nach leider wenig Mode; darüber habe ich im Magazin ausführlicher gesprochen. Der Fokus liegt hier eher auf sehr gut ausgearbeiteter und präzise angefertigter Bekleidung. Im Bereich Nachhaltigkeit und Sportswear sehe ich hier die grössten Chancen.
Welche Fähigkeiten benötigt ein erfolgreicher Nachwuchs Designer Ihrer
Meinung nach?
Eine hervorragende Ausbildung und eine Menge Leidenschaft plus Durchhaltevermögen sind die Grundvorraussetzungen. Die Konkurenz ist sehr gross und schläft nicht. Kommt dazu noch Talent und die nötigen Sponsoren, dann sind das die besten Voraussetzungen für einen erfolgreichen Start ins Modebusiness.
Woher stammt die Idee zum Heft ?
Das Vorhaben, ein Magazin zu einer Auswahl der besten Abschlussarbeiten des SG Modedesigns der HTW zu entwickeln, zielt auf eine bisher einmalige Bestandsaufnahme der Lehre des Studiengangs und zur Akquise zukünftiger Studierender. Ausserdem soll das Magazin auch die Arbeitsweise unseres Studiengangs sowie die Vielfalt unserer Werkstätten abbilden. Denn um im immer härter werdenden Wettbewerb zwischen den Ausbildungsstätten zu bestehen, soll neben den kreativen Qualitäten auch das Alleinstellungsmerkmal unseres Studiengangs durch dieses öffentlichkeitswirksame Medium besonders hervorgehoben werden: Die deutschlandweit hervorragenden und bestens ausgestatteten Labore.

„Von Modeverräterinnen und Kleidertragenden“: Foto @dmitrykomissarenko Fashion @timur_anvarovich_gapurov Model @alexanderostojski Make-up @mimimakeup. Editors @joachimbaldauf & @ankeschloeder @printkultur @htw_fashiondesign_berlin @neo.fashion.2019

Was hat Sie inspiriert ?
Die Arbeiten von Joachim Baldauf. Ich kenne ihn durch die Zusammenarbeit gemeinsamer  Projekte von MD und KD. Er ist nicht nur ein renommierten Fotograf, sondern auch ein Herausgeber verschiedenster Bücher und Magazine. Er arbeitet z.B sehr viel mit der Kunsthochschule Bremen zusammen und hat dort auch einige Modemagazine mitherausgegeben.
Woher stammt die Idee zum Hefttitel „Von Modeverräterinnen und
Kleidertragenden“?
Von Herrn Baldauf. Wir hatten mehrere Titel, aber dieser war am passensten, was die Ausrichtung des Magazins angeht.
Von wem werden die publizierten Designer ausgewählt ? Gibt es eine Jury ?
Wir konnten hier direkt auf die umfangreiche Vorarbeit zur Absolventenshow für die Neo Fashion_wie zum Beispiel die über 70 gesichteten, jurierten und kuratierten Arbeiten zurückgreifen. Aus den daraus herausgegangenen 25 Kollektionen  für die Show hat dann Joachim als Art Director zusammen mit dem Fotografen und mit mir als Fashion Director wiederum die besten 13 Designer für die Veröffentlichung ausgesucht.
Gibt es eine digitale Version des Heftes ?
Natürlich, das war uns sehr wichtig. Zusaätzlich zum Magazin gibt es auch eine digitales Press-Kit für weiterführende Veröffentlichungen.
Wie geht es weiter? Was sind die Pläne? Wird es eine weitere Ausgabe
geben?
Für die nächste Neo Fashion im Januar 2020 ist die Herausgabe eines  neuen Magazins mit den besten Arbeiten geplant und daran arbeite ich gerade. Denn nur wenn ein Projekt nachhaltig ist, macht es auch langfristig Sinn. Doch es hängt -wie so oft- an der Finanzierung. Aber ich bin da sehr zuversichtlich:)
Vielen Dank!

HTW Fashion Magazine Issue 1 : Illustration by @kaethebutcher. Editors:@joachimbaldauf @ankeschloeder @printkultur @htw_fashiondesign_berlin

Das war die Neo.Fashion 2019

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Die Neofashion, mit ihrem Konzept abseits aller anderen Shows und dennoch mitten im Zentrum, eröffnete zum ersten Mal im Rahmen der Fashion Week Berlin, mit ihrer Grenzen sprengenden zweistündigen Show, und dies in gleich zwei Durchgängen am Abend. 

Eine außergewöhnliche, noch junge Plattform für 45 auserwählte Bachelor- und Master Graduierte deutscher Hochschulen, darunter die HAW Hamburg, FH Bielefeld, HfK Bremen und HTW Berlin, die als Mitveranstalter in einer Überzahl vertreten war und somit die Hälfte der Show füllte. 

Frischer Wind im Berliner Modezirkus: Der Verein Berliner Modedesigner

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Von Kathi Leimner

Ist Berlin nun Modehauptstadt oder nicht? Ansässige Berliner Modeschöpfer bejahen,  im internationalen Raum jedoch, so scheint es, wird Deutschlands „Modestadt“ eher belächelt. Das mag viele verschiedene Gründe haben. Fakt ist allerdings, dass Berlin mit seinen kreativen Talenten aus allen Nähten platzt, die alle ein gemeinsames Ziel verfolgen: Erfolgreich zu sein und von ihrem Handwerk zu leben. 

WHAT TO DO IN BERLIN

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WHAT TO DO IN BERLIN

1.  Klunkerkranich besuchen

Ein wunderschöner, alternativer Rooftop-Biergarten mit der Skyline Berlins. Hier finden fast täglich spannende Events statt. Meist großartige Live Musik von unkonventionellen Künstlern aus aller Welt. Oft liegt der Fokus auf  Funk, Soul, Indie und Elektro. Aktuell im Dezember findet jedes Wochenende ein Weihnachtsmarkt statt. Kinder und Hunde mitbringen kannst du auch. Der Eingang liegt übrigens sehr versteckt. Du kommst über das Parkdeck der Neukölln-Acarden auf die Dachterasse.

2. Bummeln im Bikini Berlin  

Bitte sei kein Tourist, der in jeder Stadt zu den gleichen Modeketten rennt. Habe ruhig mehr Anspruch. Geh lieber in das Bikini Berlin, die weltweit erste Concept Shopping Mall. Hier gibt es viele neue Labels zu entdecken mit spannenden Produkten und großartigem Design. Natürlich ist Konsum unnachhaltig, fragwürdig und macht nicht langfristig glücklich, aber das Bikini Berlin bietet eine coole Alternative zu  konventionellen Shopping Malls. Ein Bespiel dafür ist das Popup-Store-Box System. Dabei können Onlinehändler und andere junge Unternehmen Verkaufsflächen zwischen 19 und 39 Quadratmetern mieten. Auch die Mietdauer ist flexibel. Die Popup-Store-Boxes sind zwischen drei bis maximal zwölf Monate verfügbar. Das fördert kleine Labels und lässt sie sichtbar werden.

3. Kino in den Hackeschen Höfen

Zum Schluss noch ein exklusiver Geheimtipp für alle Leute, die jünger als 25 sind: im  Hackesche Höfe Kino zahlt ihr nur 5€ Eintritt! Das Program ist meist großartig und die Lage perfekt, um danach noch weiter zu ziehen.

Stores in Amsterdam

2018, Design, Fashion, menswear

Der nächste Trip nach Amsterdam steht bevor?

Wir stellen euch hier ein paar coole Stores vor:

 

FOUR 

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In diesem Store handelt es sich um Menswear mit einer einzigartigen Kombination von Streetwear, Moderne und Luxus. Designer von A-Z werden hier vertreten. Ein rundum cooler Store mit einer cleanen Optik.

 Hier gehts zur Homepage

Stoff und Schnaps… und Knopf, Borte und Reißer!

Design, Fashion, professionals

Das Semester ist bei uns Modedesignern mittlerweile in der heißen Phase. Ideen sind entwickelt, Prototypen aus Nessel erstellt und die ein oder andere Show oder Shooting schon in Planung. Jetzt geht es ans Eingemachte! Oft rennt man in der Findungsphase von einem Stoffladen zum nächsten, nicht so richtig geplant, wo genau was zu finden ist. Und auch für jetzt, wenn ihr anfangt eure Modelle in dem finalen Stoff zu nähen, fragt man sich, wo gibt es den passenden Reißer dazu?! Damit ihr, vielleicht auch als Neu-Berliner, einen besseren Überblick bekommt stellen wir euch unsere Top 10 – Stoff/Zubehör/Näh/Kreativläden vor.