neue Plattform für Kunst & Mode – Paper Positions Berlin

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Bei der Paper Positions Berlin dreht sich alles um Papier.

48 nationale und internationale Galerien präsentieren Kunstwerke renommierter Namen, wie Emil Nolde, Max Beckmann, Ernst Ludwig Kirchner und zahlreiche talentierte Newcomern. Im Fokus steht dabei stets das Medium Papier und dessen Vielfältigkeit. Gezeigt werden Zeichnungen, Druckgrafiken, Collagen, Autografen, Objekte aus Papier und vieles mehr. Eine Besonderheit dieser jungen, unkonventionellen Kunstmesse ist neben der künstlerischen Qualität die Location.

Die Besucher*innen können in dem salonähnlichen Lichthof des ehemaligen Telegraphenamtes (heutige Hauptstadtrepräsentanz der Deutschen Telekom) sich unmittelbar den Werken nähern und diese in einem wechselseitigen Dialog wahrnehmen. Entgegen üblicher Messen und Ausstellungen gibt es keine Kojen.

Neben zeitgenössischer und moderner Kunst ist die Paper Positions aber auch für einige Überraschungen zu haben.

Bild: Maus Contemporary von Felix Becker, untitled (nr23), 2018, Gipsöl und Aquarell auf Papier

Nicht nur Kunstliebhaber*innen kommen hier auf Ihre Kosten, sondern auch Modebegeisterte.

16 exklusive Berliner Modelabels präsentieren ihre aktuellen Kollektionen. Die Fashion Position bildet eine neue Plattform für die Berliner Modeszene nach dem Ende des Berliner Mode Salons. Mode und Kunst gehen hier eine harmonische Symbiose ein. Zu den Brands gehören:


AGNES NORDENHOLZ
AURELIA PAUMELLE
BARZ
BRACHMANN
CRUBA
ESTHER PERBANDT
ISABEL VOLLRATH
JOHANNA GAUDER
KATHARINA M.
MARCEL OSTERTAG
RIKE FEURSTEIN
SCHEPPERHEYN
STARTSTYLING
TATA CHRISTIANE
VEKTOR
VELT

Weiterhin zeigen 7, von der Fashion Positions Academy auserwählte Absolventen*innen deutscher Modedesignhochschulen und Universitäten ihre Abschlussarbeiten. Während der Eröffnung am Donnerstagabend können die Besucher*innen im Pop-Up Store gemütlich shoppen und sich inspirieren lassen bei Live Musik und Getränken.

Die Paper Positions Berlin findet vom 25. -28. April in Berlin statt. Eintritt kostet 12 Euro, ermäßigt 6 Euro. Für alle Modefans und Neugierigen ist der Eintritt für die Fashion Positions kostenlos.

Bild: Galerie Thomas Fuchs von Rainer Fetting, Ole, 2000 Aquarell auf Papier

Das war die Neo.Fashion 2019

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Die Neofashion, mit ihrem Konzept abseits aller anderen Shows und dennoch mitten im Zentrum, eröffnete zum ersten Mal im Rahmen der Fashion Week Berlin, mit ihrer Grenzen sprengenden zweistündigen Show, und dies in gleich zwei Durchgängen am Abend. 

Eine außergewöhnliche, noch junge Plattform für 45 auserwählte Bachelor- und Master Graduierte deutscher Hochschulen, darunter die HAW Hamburg, FH Bielefeld, HfK Bremen und HTW Berlin, die als Mitveranstalter in einer Überzahl vertreten war und somit die Hälfte der Show füllte. 

Frischer Wind im Berliner Modezirkus: Der Verein Berliner Modedesigner

2018, berlin, Design, events, Fashion, karriere, nachhaltigkeit, professionals
Von Kathi Leimner

Ist Berlin nun Modehauptstadt oder nicht? Ansässige Berliner Modeschöpfer bejahen,  im internationalen Raum jedoch, so scheint es, wird Deutschlands „Modestadt“ eher belächelt. Das mag viele verschiedene Gründe haben. Fakt ist allerdings, dass Berlin mit seinen kreativen Talenten aus allen Nähten platzt, die alle ein gemeinsames Ziel verfolgen: Erfolgreich zu sein und von ihrem Handwerk zu leben. 

Sewlutions Konferenz 2018

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Durch das Fach Designpraxis/Interdisziplinäre Praxis bin ich zu Femnet gekommen und erledige immer wieder kleine Aufgaben für den Verein, von zu Hause aus. Unter anderem waren es Aufgaben für und auf der Sewlutions Konferenz.

STUDIEN- UND KARRIEREBERATUNG ABOUT:FASHION: Die Mega-Chance für Mode-Studierende (?)

2018, berlin, Bewerbung, events, Fashion, karriere, professionals
Von Kathi Leimner & Leon Wenzel

Silke Geib empfängt uns herzlich, als wir an einem grauen Oktober-Sonntag in das ebenerdige Ladengeschäft im Prenzlauer Berg spazieren. Die groß gewachsene Frau ist Geschäftsführerin von about:fashion. In der Studien- und Karriereberatung ist heute Tag der offenen Tür. Mode-StudentInnen, jene, die es werden wollen, Alumni und alle Neugierigen, haben die Möglichkeit, Silke Geib Löcher in den Bauch zu fragen. Für uns Modestudenten, die immer wieder mit der Aussage konfrontiert sind, dass man es schwer habe, in der Branche Fuß zu fassen (ein äußerst ermutigender Satz übrigens), scheint sich ein kleiner Lichtblick aufgetan zu haben. Silke Geib schenkt uns ihre ganze Aufmerksamkeit an diesem frühen Nachmittag.

„Du hast deinen Abschluss in der Tasche, aber was jetzt?“

Silke Geib in ihrem Element. Fotocredit: Studio Karpstein

Silke Geib in ihrem Element. Fotocredit: Studio Karpstein

about:fashion ist, wie uns Silke erklärt, einzigartig in Deutschland. Das Unternehmen konzentriert sich zu 100% auf den Bereich Mode. Egal, ob angehende Moderedakteure, fertig studierte Designer, Journalisten oder auch Mode Manager. about:fashion bietet Beratung, Coaching & Kurse für Schüler, Modestudierende, Fashion Professionals, Modeschulen und Unternehmen.

Silke Geib gründete das Label BLAENK. Fotocredit: Studio Karpstein

Silke Geib gründete das Mode Label BLAENK. Fotocredit: Studio Karpstein

Im hellen Raum stehen zwei Tische, einer mit Softdrinks, Süßigkeiten, Flyern, einer mit Beispielen aus einem Portfolio. Klassische Illustrationen und technische Zeichnungen. Daneben zwei Puppen mit Outfits aus Silke Geibs Produktion. Links an der Wand geht es weiter mit Worksheets und Materialproben. Rechts hinter beiden Tischen sind zwei weitere Puppen mit Outfits und passenden Fotos, dazwischen Puppenteile vorsichtig hingeschmissen. Ein Kleiderständer mit mehr.

Seit 18 Jahren ist Silke Geib in der Modebranche tätig. Sie selbst studierte an der Pariser ESMOD. Seitdem, so kann man das sagen, hat sie eine steile Karriere hingelegt: Maison Margiela, Lindberg, Viktor & Rolf…, Sie hat es geschafft bei renommierten Designern Fuß zu fassen.
Sie gründete ein eigenes Label und lehrte als Dozentin an der Berliner ESMOD.
„Wir setzen da an, wo der Lehrplan der Schulen aufhört“, sagt Silke. Denn viele Studierende fragen sich, wie sie überhaupt an die begehrten Jobs in der Modebranche kommen. Die Philosophie von about:fashion will genau dort ansetzen. „Wir klären viel auf über Headhunter, Kontakte in die Branche, Arbeitsverträge, und die Frage, wie ich mich vermarkte.“

about:Fashion unterstützt beim Einstieg in die Modebranche. Fotocredit: Studio Karpstein

about:fashion unterstützt beim Einstieg in die Modebranche. Fotocredit: Studio Karpstein

„Die Leute profitieren von meinem großen Netzwerk.“

Die Preise liegen neben den Süßigkeiten, unter Plakaten an der Wand, welche erklären wer Silke ist und was das Unternehmen so macht. Silke empfängt uns, der Raum ist recht leer. Kathi nimmt auf was Silke erzählt, der Raum füllt sich mit netten Menschen und damit auch mit Lautstärke. Ich habe Sorge, dass man die Aufnahme am Ende nicht versteht.
Beim Umsehen lerne ich aus dem Hintergrund endlich wie man Demeulemeester richtig ausspricht.

Silke kennt die Modebranche in- und auswendig. Aufgrund ihrer jahrelangen Berufserfahrung und Head-of-Positionen ist die geschmackvoll gekleidete Frau national und international gut vernetzt. Vor allem weiß sie, welchen Anforderungen sich die Bewerber stellen müssen, um international konkurrenzfähig zu sein. Aus ihrem Know-How sollen zukünftige Modeschaffende schöpfen. „Die Leute profitieren von meinem großen Netzwerk. Meine Kollegen arbeiten in den renommiertesten Unternehmen und dieses Insiderwissen kann eine Schule so nicht bieten.“

„Ich habe eine tolle Karriere gemacht und das ist der Motor und die Motivation, Leuten zu helfen, auch so eine tolle Karriere zu machen.“

Wer Support braucht, ist bei about:Fashion gut aufgehoben. Fotocredit: Studio Karpstein

Wer die Karriereleiter hochklettern will, kann hier Support finden. Fotocredit: Studio Karpstein

Über die nächsten zwei Stunden reden wir noch viel mit Silke. Eine Architekturstudentin informiert sich über das Modedesignstudium. Eventuell will sie direkt in den Master einsteigen. Sie erhofft sich Tipps, die bekommt sie von Silke. Silke ist ehrlich, ohne die Studentin zu entmutigen, sie macht auch klar, dass ihre Kurse nicht bedingungslos Sinn machen. Das Ziel muss stimmen. Das Gespräch gefällt mir, Silke ist sympathisch. Scheinbar ist sie eine großartige Verkäuferin, macht Sinn, wenn sie beibringen will, wie man sich am besten Verkauft. Sie sagt, sie möge die Modebranche, was mich selbst etwas verwirrt.