Modedesigner Zac Posen stellt sein Label ein.

Design, Fashion, professionals

Am Freitag, den 1. November 2019 wurde in einer veröffentlichten Pressemitteilung überraschend verkündet, dass das Label von Wunderkind Zac Posen „House Of Z“ alle seine Aktivitäten mit sofortiger Wirkung einstellt.

Zac Posen war Anfang der 2010er Jahre der Fashion Newcomer schlechthin. Seit seinem Abschluss am Central Saint Martins Collage of Art and Design und seiner ersten Modenschau 2001, vernetzte er sich in Manhattens künstlerischem Establishment und schon bald kleidete er Promis wie Natalie Portman, Naomi Campell oder Rihanna ein.

Bekannt war Posen vor allem für seine dramatischen Abendkleider, die in aufwendigster Handarbeit konstruiert und in seinem New Yorker Atelier gefertigt wurden. Komplizierte und komplexe Konstruktionen, aufwendige Drapierungen und der Einsatz von neuen Technologien waren Zac Posens Markenzeichen und der Grund, warum viele in der Fashion Branche in so hohen Tönen von ihm sprachen. Seit 2012 war Posen außerdem für 6 Staffeln in der TV-Show „Project Runway“ , in der Heidi Klum neue Designtalente suchte, Juror. Nebenbei begann er gleichzeitig mehrere erfolgreiche Partnerschaften, unter anderem mit Brooks Brothers, die der Marke zu mehr Popularität verhalfen.

Doch weshalb musste das Label trotz der großen Beliebtheit schließen?

Wie in jeder Branche geht es auch in der Modebranche um Geld. Doch Geld machte Zac Posen nicht genug mit seinen aufwendigen Haute-Couture Kreationen mit denen er die Promis einkleidete. Finanziell unterstützt wurde Posen über die Jahre von der Venture-Capotal-Gesellschaft Yucaipa Companies. Seit April 2019 versuchte diese nun Ihre Beteiligung am Modelabel zu verkaufen, doch leider erfolglos. Nach einer gründlichen finanziellen und strategischen Überprüfung des Unternehmens von Zac Posen, kam der Vorstand zu dem Entschluss, dass das Label seine Aktivitäten einstellen müsse. Kurzerhand wurden alle 60 Angestellten entlassen und die Fashion Welt erhielt die überraschenden Neuigkeiten am 1. November 2019. 

Zac Posen selbst äußert sich erschüttert über das Ende seines Labels, verspricht jedoch, sich nicht zurückzulehnen und die Zeit des Zwangsrückzugs zu nutzen um eine “Neue Gemeinschaft” wieder aufzubauen.

Quellen:

https://fashionunited.de/nachrichten/business/modedesigner-zac-posen-stellt-sein-label-ein/2019110433548

https://de.wikipedia.org/wiki/Zac_Posen

Puma Design Sprint

Fashion, karriere, Wettbewerb

Der Puma Design Sprint ist ein Programm zwischen ausgewählten Universitäten wie dem London Collage of Fashion, Creapple in Paris, Instituto Maranfoni in Mailand und auch unserer Hochschule, der HTW Berlin. 

Studierende der ausgewählten Bildungsstätten haben die Möglichkeit sich bei Puma auf einen der exklusiven Plätze des Puma Design Sprints zu bewerben und zwei Tage im Headquarter von Puma in Herzogenaurach neue Ideen zu entwickeln.

Bei dem Design Sprint haben die Student_innen die Chance in kleinen Teams mit den DesignerInnen und dem Global Creative Director von Puma, Torsten Hochstetter, an einem Projekt zu arbeiten und ihre Fähigkeiten zur Schau zu stellen.

Auf Grundlage der eingereichten Arbeiten bei der Bewerbung wurden die Studierenden zwei Monate vor dem Design Sprint in die entsprechenden Projektgruppen eingeteilt.

Diese arbeiteten in den Bereichen Motorsport, Women’s Business, Running and Training und Teamsport. In der Vorbereitungsphase hatten die Studierenden Zeit ihren Research für die kommenden Projekte zu bewältigen und Designkonzepte zu erarbeiten und sich über neue Technologien, Stoffe und Materialien zu informieren.

Während der zwei Tage im Headquarter von Puma präsentieren die Studierenden ihre Ideen und Gedanken, welche sie in den letzen zwei Monaten zum Thema „How would you Envision Sportswear Design in the Future?“ erarbeitet haben.

Nach eineinhalb Tagen des Brainstormings, Skizzieren und Entwerfen wurden die Ergebnisse Puma präsentiert. Dort hatten die Student_innen auch die Möglichkeit ihr eigenes Portfolio einzubringen und ihre Arbeit und Fähigkeiten zu bewerben.

„With the Design Sprint we want to maintain an ongoing dialogue between key design universities and design students on a global level to foster and grow design talent for PUMA’s creative future.“

TORSTEN HOCHSTETTER, GLOBAL CREATIVE DIRECTOR

Copyright PUMA 2019
Copyright PUMA 2019
Copyright PUMA 2019

Quellen:

Bilder Copyright PUMA 2019

KURSVORSTELLUNG: KOLLEKTIONSPROJEKT 1 // SUSTAINABLE FASHION // SEM.3 // PROF. JOHANNA MICHEL, BIANCA KOCZAN, LIZA SANDER

Fashion, htw, nachhaltigkeit

Während hunderttausende Menschen international auf die Straße gehen und sich für eine umweltfreundliche Politik und Wirtschaft einsetzen, wird sichtbar wie der Trend der Nachhaltigkeit sich durch alle Branchen durchzieht. Auch die Bekleidungsindustrie, die nach der Erdölindustrie die Dreckigste ist,  kann es sich nicht mehr leisten, wegzuhören.


Somit ist es als Designer heute wichtiger denn je,  sich mit den Auswirkungen und neuen Entwicklungen auseinanderzusetzen, um Bekleidung von Anfang an nachhaltig zu gestalten.

Doch was heißt es überhaupt nachhaltige Bekleidung zu designen? Ist der Widerspruch dabei nicht schon in der Sache selbst? Kann man mit einem guten Gewissen heute überhaupt noch neue Kleidung auf den Markt bringen, wo doch der heutige Stand der Produktion reichen würde, um die folgenden 50 Jahre die Menschheit zu kleiden. Werden wir in Zukunft vielleicht gar keine Kleidung mehr besitzen sondern leasen?

In dem ‚Sustainable Fashion’ Kurs unter der Leitung von Johanna Michel, Bianca Koczan sowie Liza Sander werden genau diese Fragen aufgestellt.

Lösungen werden hier an den Wurzeln angepackt, so werden unter Berücksichtigung der gesamten Wertschöpfungskette bei Designentscheidungen neue Ideen gesucht. 

Da das Thema sehr komplex ist und es nicht auf alle Problematiken einfache Lösungen gibt,  ist vor allem in der Slow-Fashion-Branche der Austausch von Informationen und Zusammenarbeit entscheidend.

Passend dazu war das Thema des Sommersemester Kurses 2019 ‚NEARSHORING‘ zu betreiben. Dabei hatten die Studierende die Aufgabe mit lokalen Manufakturen etc. zusammen zu arbeiten. Teilweise wurden Abfälle von Unternehmen weiterverarbeitet, Informationen wie über die Färbung mit Pflanzen oder der Verarbeitung von Leder geteilt. 

Mit Liza Sander (Future Strategist & Facilitator for Social-Ecological Design and Processes) und Larissa Roviezzo von ReGenerate (Concept Development & Strategies) wurden Profis an die HTW geholt, die den Kursteilnehmern durch verschiedene Workshops die Bandbreite der Problematik der Modeindustrie mit Lösungsansätzen und Motivation näher gebracht haben.

So wurde beispielsweise im ersten Workshop ein Schuh auseinandergenommen und die verschiedenen Materialien angeschaut. Ideen für kreative Lösungen wurden daraufhin in Gruppen gesammelt und präsentiert. Hier sind die Designer*Innen nicht nur als Gestalter sondern als kreativer Lösungsfinder gefragt. 

In den folgenden Workshops haben sich die Studierenden mit den‚ 17 United Nation Sustainable Development Goals‘ auseinandergesetzt. Die Studierenden haben sich daraufhin mit jeweils einem oder mehreren Goals näher beschäftigt und in ihrer Kollektion umgesetzt.  Wie unter anderem ‚Gender Equality‘, ‚Clean Water‘, ‚Climate Action‘, oder ‚Good Health‘. Auch wurden während der ‚GREEN FASHION TOUR’ geleitet von Liza Sander, verschiedene Ansätze von Berliner Marken bzw. Läden vorgestellt. Die Studierenden konnten sich die Inspiration für ihre aus den Kursen entstandenen Konzepte selbst suchen. 

Im Folgenden sind Beispiele verschiedener Studierenden, die sich mit allerlei verschiedenen Herausforderungen auseinandergesetzt und neue Ansätze gefunden haben. Dabei entstanden Outfits, die beispielsweise mit neuen Materialien, natürlichen Färbemethoden, Naturstoffen, durch Upcycling oder auch einer künstlerischen Auseinandersetzung der Thematik entstanden sind.

Da die Problematik in der Modeindustrie zu tiefgreifend ist, um sie in einem Semester zu lösen, konnte der Kurs vor allem den Studierenden Mut geben sich weiterhin damit zu befassen.

Kursvorstellung: Kollektionsprojekt 1 // Sportswear // SEM3 // Prof. Horst Fetzer

2019, Design, Fashion, htw, Werkschau

Noch nie war der Einfluss von Sportswear in der Mode so präsent wie heute. Besonders Designer-Brands wie Dior und sogar Mugler springen auf den Zug der sportiven Ästhetik.

In dem 3. Semester Kurs; Sportswear, wird experimentell auf Sportmode eingegangen. Neue Materialien, neue Funktion, Form und Volumen. 

Ihr erstellt eine Capsule Collection unter einer futuristischen Modemarke. Von der Kleidung über die Corporate Identity und über Zielgruppen. Ob DOB, HAKA oder unisex ist egal, die einzige Vorgabe lautet: Arbeitet monochrom!

Als erstes geht es an die Research und Inspiration, ihr sucht euch so viele Stoffe wie nur möglich zu eurer selbstgewählten Farbe. Die monochrome Vorgabe erleichtert es sehr nach Stoffen zu suchen und engt die Auswahl zwar etwas ein, aber beschleunigt den Prozess stark. Es ist auch möglich das Fach mit dem CAD-Print Kurs zu verbinden, wichtig ist nur, dass ihr den Print früh genug bestellt. Nachdem ihr euch ein Stoffbuch angelegt habt geht es ans experimentieren mit neuen Verarbeitungstechniken, Flächengestaltung und Formen (hier kann man auch mit Maschinen aus dem Digidock arbeiten; Lasercutter, 3D Druck etc.). In diesem Kurs wird das erste Mal eine komplette Kollektion designt, cohäsion und ein starkes Brand Image werden besonders beim Designprozess deswegen umso wichtiger. Während des Prozesses werdet ihr angeregt über neue Formen auf dem Körper nachzudenken, über die Funktion im Alltag, Manipulation vorhandener Silhouetten und Asymmetrie. Insgesamt wird viel Wert auf Innovation gelegt. Es werden viele Entwürfe erwartet, aus denen später mind. 5 ausgewählt werden und der Keylook umgesetzt wird. Der Keylook besteht aus mind 4 Teilen, davon eins ein Outerwear/Coverstyle. Aber bevor die Kollektion steht werden alle Loks auseinander genommen, in einzelne Pieces aufgeteilt und neu gestylt um zu sehen wie die Kollektion miteinander funktioniert und coole neue Lookmöglichkeiten zu gestalten.

In der Zwischenpräsentiation hat jeder ca. 10 min Zeit sein Konzept und Kollektion vor dem Kurs zu präsentieren; Inspiration/Konzept, Sotffkonzept und die einzelnen Looks. Danach gehts ans Prototyping mit Frau Baumholzer-Fetzer. Dort wird euch geholfen eure Ideen umzusetzen, und die fertigen Looks zu kreiren. Worksheets erleichtern euch die Arbeit zwischen Konsultationen und der Umsetzung.

Während der gesamten Zeit führt ihr ein Skizzenbuch in dem alles dokumentiert wird von der ersten Idee bis hin zum Fotoshooting. Bei Prof. Dr. Bookhagen in Management entwickelt ihr währenddessen ein Marketingkonzept für eure neue Brand welches am Ende in einer großen präsentation vor der ganzen Gruppe mit vorgestellt wird. In der Präsentation zeigt ihr nochmal euer gesamtes Konzept, die Kollektion, das Shooting und natürlich den fertigen Keylook, sowie ein selbst designtes Plakat mit Logo. 

Insgesamt ist der Sportswear Kurs ein sehr umfangreicher, aber gleichzeitig auch lehrreicher und erfüllender Kurs. 

Hier noch ein paar Beispiele vom Sommer Semester 2019:

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Ist euch der Klimawandel egal?

2019, berlinfashionweek, culture, exhibitions, Fashion, menswear, nachhaltigkeit

Liebe Modewelt!

Hier sind ein paar Dinge, die ich mir wünsche. Und zwar von euch allen, die ihr etwas zu sagen oder entscheiden habt.Eigentlich wollte ich diesen Artikel für einen anderen Modeblog schreiben, aber da war meine Kritik an euch nicht so willkommen. Denn anscheinend sind die Brillen, durch die ich die Modewelt sehe unfair. Aber ich denke, das sollen alle lieber selbst entscheiden.

Die HTW Berlin lädt ein zur WERKSCHAU 2019

2019, Architektur, Ausstellung, berlin, calender, campus, culture, Design, events, exhibitions, Fashion, fashion & art, htw, Reinbeckhallen, Werkschau

Dieses Wochenende ist es wieder so weit: im Rahmen der jährlich stattfindenden WERKSCHAU stellen rund 1500 Studierende und Professor*innen des Fachbereichs 5 für Gestaltung und Kultur ihre Arbeiten des aktuellen Semesters aus.

Alle Interessent*innen sind herzlich eingeladen, an diesem Wochenende in sommerlicher Atmosphäre die HTW und unterschiedlichste Arbeiten von Studierenden zu erkunden, sowie Vorträgen und Präsentationen beizuwohnen. Die WERKSCHAU ist auch eine gute Gelegenheit, sich als Studieninteressierte*r über die Studiengänge zu informieren.

Wann: 05. und 06. Juli 2019, jeweils 13 – 20 Uhr
Wo: HTW Campus Wilhelminenhof | Wilhelminenhofstr. 75A, 12459 Berlin
und in den Reinbeckhallen | Reinbeckstraße 17, 12459 Berlin
Eintritt: kostenlos!

Info: https://events.htw-berlin.de/hochschule/werkschau-2019-gestaltung-und-kultur/
Facebook: https://www.facebook.com/events/2334610216814784/