Frischer Wind im Berliner Modezirkus: Der Verein Berliner Modedesigner

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Von Kathi Leimner

Ist Berlin nun Modehauptstadt oder nicht? Ansässige Berliner Modeschöpfer bejahen,  im internationalen Raum jedoch, so scheint es, wird Deutschlands „Modestadt“ eher belächelt. Das mag viele verschiedene Gründe haben. Fakt ist allerdings, dass Berlin mit seinen kreativen Talenten aus allen Nähten platzt, die alle ein gemeinsames Ziel verfolgen: Erfolgreich zu sein und von ihrem Handwerk zu leben. 

WHAT TO DO IN BERLIN

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WHAT TO DO IN BERLIN

1.  Klunkerkranich besuchen

Ein wunderschöner, alternativer Rooftop-Biergarten mit der Skyline Berlins. Hier finden fast täglich spannende Events statt. Meist großartige Live Musik von unkonventionellen Künstlern aus aller Welt. Oft liegt der Fokus auf  Funk, Soul, Indie und Elektro. Aktuell im Dezember findet jedes Wochenende ein Weihnachtsmarkt statt. Kinder und Hunde mitbringen kannst du auch. Der Eingang liegt übrigens sehr versteckt. Du kommst über das Parkdeck der Neukölln-Acarden auf die Dachterasse.

2. Bummeln im Bikini Berlin  

Bitte sei kein Tourist, der in jeder Stadt zu den gleichen Modeketten rennt. Habe ruhig mehr Anspruch. Geh lieber in das Bikini Berlin, die weltweit erste Concept Shopping Mall. Hier gibt es viele neue Labels zu entdecken mit spannenden Produkten und großartigem Design. Natürlich ist Konsum unnachhaltig, fragwürdig und macht nicht langfristig glücklich, aber das Bikini Berlin bietet eine coole Alternative zu  konventionellen Shopping Malls. Ein Bespiel dafür ist das Popup-Store-Box System. Dabei können Onlinehändler und andere junge Unternehmen Verkaufsflächen zwischen 19 und 39 Quadratmetern mieten. Auch die Mietdauer ist flexibel. Die Popup-Store-Boxes sind zwischen drei bis maximal zwölf Monate verfügbar. Das fördert kleine Labels und lässt sie sichtbar werden.

3. Kino in den Hackeschen Höfen

Zum Schluss noch ein exklusiver Geheimtipp für alle Leute, die jünger als 25 sind: im  Hackesche Höfe Kino zahlt ihr nur 5€ Eintritt! Das Program ist meist großartig und die Lage perfekt, um danach noch weiter zu ziehen.

STUDIEN- UND KARRIEREBERATUNG ABOUT:FASHION: Die Mega-Chance für Mode-Studierende (?)

2018, berlin, Bewerbung, events, Fashion, karriere, professionals
Von Kathi Leimner & Leon Wenzel

Silke Geib empfängt uns herzlich, als wir an einem grauen Oktober-Sonntag in das ebenerdige Ladengeschäft im Prenzlauer Berg spazieren. Die groß gewachsene Frau ist Geschäftsführerin von about:fashion. In der Studien- und Karriereberatung ist heute Tag der offenen Tür. Mode-StudentInnen, jene, die es werden wollen, Alumni und alle Neugierigen, haben die Möglichkeit, Silke Geib Löcher in den Bauch zu fragen. Für uns Modestudenten, die immer wieder mit der Aussage konfrontiert sind, dass man es schwer habe, in der Branche Fuß zu fassen (ein äußerst ermutigender Satz übrigens), scheint sich ein kleiner Lichtblick aufgetan zu haben. Silke Geib schenkt uns ihre ganze Aufmerksamkeit an diesem frühen Nachmittag.

„Du hast deinen Abschluss in der Tasche, aber was jetzt?“

Silke Geib in ihrem Element. Fotocredit: Studio Karpstein

Silke Geib in ihrem Element. Fotocredit: Studio Karpstein

about:fashion ist, wie uns Silke erklärt, einzigartig in Deutschland. Das Unternehmen konzentriert sich zu 100% auf den Bereich Mode. Egal, ob angehende Moderedakteure, fertig studierte Designer, Journalisten oder auch Mode Manager. about:fashion bietet Beratung, Coaching & Kurse für Schüler, Modestudierende, Fashion Professionals, Modeschulen und Unternehmen.

Silke Geib gründete das Label BLAENK. Fotocredit: Studio Karpstein

Silke Geib gründete das Mode Label BLAENK. Fotocredit: Studio Karpstein

Im hellen Raum stehen zwei Tische, einer mit Softdrinks, Süßigkeiten, Flyern, einer mit Beispielen aus einem Portfolio. Klassische Illustrationen und technische Zeichnungen. Daneben zwei Puppen mit Outfits aus Silke Geibs Produktion. Links an der Wand geht es weiter mit Worksheets und Materialproben. Rechts hinter beiden Tischen sind zwei weitere Puppen mit Outfits und passenden Fotos, dazwischen Puppenteile vorsichtig hingeschmissen. Ein Kleiderständer mit mehr.

Seit 18 Jahren ist Silke Geib in der Modebranche tätig. Sie selbst studierte an der Pariser ESMOD. Seitdem, so kann man das sagen, hat sie eine steile Karriere hingelegt: Maison Margiela, Lindberg, Viktor & Rolf…, Sie hat es geschafft bei renommierten Designern Fuß zu fassen.
Sie gründete ein eigenes Label und lehrte als Dozentin an der Berliner ESMOD.
„Wir setzen da an, wo der Lehrplan der Schulen aufhört“, sagt Silke. Denn viele Studierende fragen sich, wie sie überhaupt an die begehrten Jobs in der Modebranche kommen. Die Philosophie von about:fashion will genau dort ansetzen. „Wir klären viel auf über Headhunter, Kontakte in die Branche, Arbeitsverträge, und die Frage, wie ich mich vermarkte.“

about:Fashion unterstützt beim Einstieg in die Modebranche. Fotocredit: Studio Karpstein

about:fashion unterstützt beim Einstieg in die Modebranche. Fotocredit: Studio Karpstein

„Die Leute profitieren von meinem großen Netzwerk.“

Die Preise liegen neben den Süßigkeiten, unter Plakaten an der Wand, welche erklären wer Silke ist und was das Unternehmen so macht. Silke empfängt uns, der Raum ist recht leer. Kathi nimmt auf was Silke erzählt, der Raum füllt sich mit netten Menschen und damit auch mit Lautstärke. Ich habe Sorge, dass man die Aufnahme am Ende nicht versteht.
Beim Umsehen lerne ich aus dem Hintergrund endlich wie man Demeulemeester richtig ausspricht.

Silke kennt die Modebranche in- und auswendig. Aufgrund ihrer jahrelangen Berufserfahrung und Head-of-Positionen ist die geschmackvoll gekleidete Frau national und international gut vernetzt. Vor allem weiß sie, welchen Anforderungen sich die Bewerber stellen müssen, um international konkurrenzfähig zu sein. Aus ihrem Know-How sollen zukünftige Modeschaffende schöpfen. „Die Leute profitieren von meinem großen Netzwerk. Meine Kollegen arbeiten in den renommiertesten Unternehmen und dieses Insiderwissen kann eine Schule so nicht bieten.“

„Ich habe eine tolle Karriere gemacht und das ist der Motor und die Motivation, Leuten zu helfen, auch so eine tolle Karriere zu machen.“

Wer Support braucht, ist bei about:Fashion gut aufgehoben. Fotocredit: Studio Karpstein

Wer die Karriereleiter hochklettern will, kann hier Support finden. Fotocredit: Studio Karpstein

Über die nächsten zwei Stunden reden wir noch viel mit Silke. Eine Architekturstudentin informiert sich über das Modedesignstudium. Eventuell will sie direkt in den Master einsteigen. Sie erhofft sich Tipps, die bekommt sie von Silke. Silke ist ehrlich, ohne die Studentin zu entmutigen, sie macht auch klar, dass ihre Kurse nicht bedingungslos Sinn machen. Das Ziel muss stimmen. Das Gespräch gefällt mir, Silke ist sympathisch. Scheinbar ist sie eine großartige Verkäuferin, macht Sinn, wenn sie beibringen will, wie man sich am besten Verkauft. Sie sagt, sie möge die Modebranche, was mich selbst etwas verwirrt.

 

Stores in Amsterdam

2018, Design, Fashion, menswear

Der nächste Trip nach Amsterdam steht bevor?

Wir stellen euch hier ein paar coole Stores vor:

 

FOUR 

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In diesem Store handelt es sich um Menswear mit einer einzigartigen Kombination von Streetwear, Moderne und Luxus. Designer von A-Z werden hier vertreten. Ein rundum cooler Store mit einer cleanen Optik.

 Hier gehts zur Homepage

Stoff und Schnaps… und Knopf, Borte und Reißer!

Design, Fashion, professionals

Das Semester ist bei uns Modedesignern mittlerweile in der heißen Phase. Ideen sind entwickelt, Prototypen aus Nessel erstellt und die ein oder andere Show oder Shooting schon in Planung. Jetzt geht es ans Eingemachte! Oft rennt man in der Findungsphase von einem Stoffladen zum nächsten, nicht so richtig geplant, wo genau was zu finden ist. Und auch für jetzt, wenn ihr anfangt eure Modelle in dem finalen Stoff zu nähen, fragt man sich, wo gibt es den passenden Reißer dazu?! Damit ihr, vielleicht auch als Neu-Berliner, einen besseren Überblick bekommt stellen wir euch unsere Top 10 – Stoff/Zubehör/Näh/Kreativläden vor.