Die Krawatte in der Politik

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Die Vereinigten Staaten haben einen neuen Präsidenten gewählt und man sieht die Person namens Donald Trump immer wieder in den Medien. Auch den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan kann man mitlerweile sofort aus dem Gedächtnis aufrufen. Was verbindet Beide?

Bei der in der Politik vornehmlich auf blau und rot reduzierten Wahl der Krawattenfarbe, würde
jede weitere den folgenden Farbtöne ein gewisses mehr an Einfallsreichtum beweisen:

hellblau, babyblau, pastelblau, dunkelblau, kobaltblau, royalblau, blau mit dunklem Muster, blau gestreift oder dunkel bordaux, bordaux, rot, Rot mit dunklem Muster, Rot gestreift, Bordeux gestreift, oder ha: rot-blau gestreift.

Auch irgendein interessantes Muster hätte mehr Liebe zum Detail gezeigt, beide Politiker tragen aber am liebsten signal-rot. Genauso wie die Angestellten einer Security Firma.

In der Psychologie der Farbe, wie wir schon ahnen, bedeutet dies: Energie, Stärke und Agression. Ausserdem liest man in der Beschreibung: “Es ist die Farbe des pulsierenden Blutes und deutet auf gesunde, starke Lebensgefühle hin, auf naives, kindliches Suchen nach Zuwendung und Liebe und auf Beständigkeit, lässt aber keine Selbstzweifel zu. Rot repräsentiert klare Ziele und Wünsche, steht für Leidenschaft, Sinnlichkeit, Aufregung, Feuer, Befreiung und Mut, aber auch Aggression, Wut und Macht. “ Eine passende Beschreibung, eine offensichtlichere Wahl kam für sie nicht in Frage.

Im Gegenteil dazu bedeutet Blau: nass, kühl, erfrischend, weit, himmlisch, klar und transparent, besitzt einen edlen Charakter. beruhigt und harmonisiert, führt ins eigene Unterbewusstsein, fördert den Frieden mit sich selbst und die innere Stille, die Kommunikation, Sachlichkeit und Präzision der Gedanken und stärkt die Lebenskraft. Welche Farbe hat Barack Obama oft getragen? Natürlich, fast immer blau!

Die Bedeutung im Zusammenhang mit der Politik kommt schon aus früher Geschichte, wo Blau immer schon mit dem blauen Blut der britischen Aristokratie verbunden wurde, während rot das rote Blut der Wache repräsentierte. Psychologen behaupten auch, dass Rot und Blau die Gehirnfunktion und die Wahrnehmung von Werbung verbessert. Ist nicht die Rede eines Präsidenten irgendwo oft auch eine Art Werbung?

Rot ist sehr beliebt auch im Fernsehen. Sie bringt Farbe ins Gesicht und man sieht sie fast immer bei Fernsehduellen.

Blau erinnert dagegen an den Himmel, Ozean und Wasser, deswegen denken wir dabei an Offenheit, Ruhe, und Reinlichkeit. Bei seiner Amtseinführung trug Donald Trump schwarzen Anzug zu signal-roter Krawatte, seine Frau Melanie Puder-blaues Kostüm von Ralph Lauren. Wenn sie nicht schon als eine erste Dame angesehen wird die man respektieren kann ohne fremde Reden zu klauen, wirkt sie wenigstens als ein himmlischer Engel neben dem narzistischen Teufel.

Den französischen Präsidenten Francois Hollande sieht man immer mit dunkel-blauer Krawatte, Putin mag es fast immer gemustert und variiert zwischen dunkel-blau und dunkel-rot, worin sich gut seine berechnende Persönlichkeit widerspiegelt. Selbst George W. Bush hatte sich noch Gelb zugetraut, ansonsten hatte auch er alle Variationen von hell bis dunkel in Blau und Rot ausprobiert.

Wie kein anderer Präsident hat Trump bisher so häufig signal-rote Krawatten getragen,dazu ganz praktisch mit Tesafilm geklebt, wie man unter dem Link sieht.

Mit rot werden die Klausuren vom Lehrer korrigiert und rot sind auch die Verkehrswarnzeichen, irgendwie passt alles zusammen. Ich bin gespannt wie rot seine Amtszeit sein wird.

WOKE UP AND FELT THE VIBE/Kanye West’s weltweiter Pop-Up-Store Wahnsinn

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Am Freitag den 19. August 2016 und am darauf folgenden Samstag eröffnete Kanye West weltweit 21 Pop-Up Stores darunter einer in Berlin.

Die exakten Locations (LA, New York, Houston, Miami, London, Amsterdam, Cape Town, Singapur, Sydney, Melbourne und weitere) wurden erst 24 Stunden vor der Eröffnung auf seiner Website bekannt gegeben.

Eingeleitet wurde alles durch einen läppischen Tweet:

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In Berlin wurde der 032c WORKSHOP in Kreuzberg zum Host für den Kanye West Store.

Bereits um 18 Uhr am Vortag der Eröffnung fingen Fans an, sich vor dem Store anzustellen und verbrachten die ganze Nacht dort.

Vor dem Eingang warten bereits zum Zeitpunkt der Eröffnung geschätzt 300 Menschen. Kleine Jungs mit Plastiktüten und Kanye-Merch bewaffnet, die versuchen ihre Errungenschaften für den doppelten Preis an den Mann zu bringen. Beinahe erstaunlich wie schnell sich die Sachen verkaufen und jeder ein kleines Stückchen von Kanye will.

Man sieht stolze junge Männer, die ein „Piece“ für sich ergattern konnten und lässig neben der Schlange auf und ab spazieren.

 

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Um seine Artikel noch besonderer zu machen hat sich Kanye entschieden die Sachen in verschiedenen Farbkombinationen anzubieten. Jede Stadt hat also ihren eigenen Look bekommen. Die opportune Wahl für Berlin: Weiß und Beige.

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Do you feel like Pablo now?

IVANMAN

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Heute besuche ich den berliner Modedesigner Ivan Mandzukic in seinem Atelier. Der gebürtige Serbe hat sich direkt nach seinem Abschluss an der Esmod Berlin mit seiner eigenen Modelinie selbstständig gemacht und zeigt nun zweimal im Jahr seinen Kreationen auf der Mercedes Benz Fashionweek Berlin.

Wie trinkst du deinen Kaffee?

Schwarz.

Warum hast du dich dazu entschieden Mode zu machen?

Eigentlich habe ich mich nicht wirklich dazu entschieden, es ist eher zufällig dazu gekommen. Ich hab damals ein Praktikum in der Kostümabteilung der Staatsoper gemacht und da mir das sehr gut gefallen hat, dachte ich mir, das mit der Mode könnte ganz gut passen.

Wie war dein Anfang?

Der Anfang war nicht besonders schwer, weil ich während des Studiums schon wusste, was ich will und was ich kann. Trotzdem hat mir das Feedback, dass man in der Schule von seinen Dozenten bekommen hat manchmal gefehlt.

Was ist dein Lieblingsprozess beim Designen?

Am liebsten mag ich die Phase der unbewussten Recherche, wo man noch nicht richtig angefangen hat und sich noch hauptsächlich durch seine Umwelt und Geschichten die man so hört inspirieren lässt.

Was inspiriert dich am meisten?

Am meisten interessieren mich Menschen die sich in der Vergangenheit etwas getraut haben, oder die für ihre Zeit, in der sie gelebt haben etwas bewegt haben, zum Beispiel Pier Paolo Pasolini mit seinen provokativen Filmen in den Siebziger Jahren.

Was magst du am liebsten an Berlin?

Da gibt es nichts bestimmtes, ich mag es immer wieder nach Berlin zurück zu kommen, aber da gibt es keine konkrete Sache die mich begeistert.

Wenn du eine Millionen Euro hättest was würdest du tun?

Mit einer Millionen Euro würde ich mir erstmal ein richtiges  Team aufbauen, dass mich bei meiner Arbeit unterstützt. Den Rest würde ich dann einer Person geben, die gut mit Geld umgehen kann und es für mich verwaltet.

Wenn deine Show vorbei ist, was machst du dann normalerweise als erstes?

Ich räume erstmal auf, verstaue alles und dann, wenn alles geregelt ist schalte ich komplett ab und verbringe erstmal ca. einen Monat in Montenegro mit Gartenarbeit.

Wie sind deine Pläne für dein Label?

Jetzt erstmal möchte ich mich die nächste Saison mehr auf internationale Wettbewerbe konzentrieren um mich modetechnisch irgendwann mehr international zu bewegen.

Hast du einen Tip für uns, als zukünftige Modedesigner?

Langsam starten. Man sollte sich im Bereich seiner Möglichkeiten bewegen, auch wenn diese eher begrenzt scheinen kann man damit eine Menge bewirken. Außerdem muss man sehr viel Glauben an sich selbst haben.  Mode ist großteils Psychologie.

Abschlusspräsentation Kollenktionskonzept 4. Semester

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Und ein weiteres Semester ist erfolgreich zu Ende gegangen. Gefeiert wurde dies am vergangen Dienstag in Halle B1 mit einer kleinen aber feinen Abschlusspräsentation. Das 4. Semester stellte seine Errungenschaften aus einer gelungen Teamarbeit im Fach Kollektionskonzept aus.

Kollektionskonzept – Gruppe : Clubbing

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Der Kurs „Kollektionskozept“ hatte in diesem Semester das Überthema „Gender#Man“. Dazu gab es 4 weitere Unterthemen „Clubbing“, „Business“, „Urban“ und „Sport“. Jeder Student sollte sich ein aussuchen, sodass am Ende vier Gruppen, mit ca. 4-5 Personen, entstanden. Des Weiteren teilten sich die Studenten in Funktionsgruppen ein, die dazu da waren die Zeitschrift, das Geld, die Hangtags und einige weitere Dinge zu organisieren.