Tausch‘ dich glücklich

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Wir besitzen zu viel Kleidung! Durchschnittlich hat jeder 95 Kleidungsstücke im Schrank, von denen 40% nie wirklich getragen wird.
-Greenpeace

Jeder von uns ist Herrin einer Jeans die uns zu klein ist, welche wir jedoch aufheben mit dem Plan, da mal wieder hinein zu passen. Oder man hat 15 T-Shirts, zieht davon aber nur 5 an, weil es die Lieblinge sind. Der Kleiderschrank ist voll, doch haben wir nie etwas zum Anziehen. Ein bekanntes Frauenproblem, welches angeblich nur durch aussortieren und neu kaufen gelöst werden kann?!

DANIT PELEG

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Mit ihrer komplett 3D-gedruckten Abschlusskollektion im Jahr 2015 hinterließ Danit Peleg einen tiefen Eindruck sowohl in der Mode- als auch in der Technologiewelt. Die zurzeit in Tel Avif lebende Designerin glaubt an eine Demokratisierung der Modeindustrie durch die geschickte Verbindung mit Technologie. Sie experimentiert mit Lasercuttern, Screenprinting, 3D-Druck und zusammenhängender Softwareentwicklung. Auf ihrer Website bietet sie seit diesem Sommer customized 3D-Druck-Designs an. Ihre Vision für die Zukunft ist das Überspringen von Lieferketten, indem die Kunden online Dateien bzw. Designs kaufen, welche zu Hause ausgedruckt und sofort getragen werden können.

Durch ihren innovativen Leistungsdrang konnte Peleg bereits erfolgreiche Partnerschaften mit teilweise namenhaften Unternehmen eingehen zu denen folgende gehören: Gerber Technology (kreative Partnerschaft), Recreus (Sponsor für Filamente), BQ (Printer), XLN, etc.

Neuland bei dem Berliner menswear-Label Brachmann

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Nun, am Ende der Fashion Week ist endlich Zeit, alle neuen Eindrücke zu ordnen und die Trends für die eigene zukünftige Arbeit zu interpretieren. Mein persönliches Highlight der Fashion Week war die Show von Brachmann am Mittwochabend im Kronprinzenpalais. Bei wunderschönem Wetter war der Laufsteg im Innenhof so aufgebaut, dass fast jeder Besucher in der Frontrow sitzen konnte, und so einen guten Blick auf die gezeigte Kollektion hatte. Die aktuelle Herbst/Winterkollektion führt den Stil der Designerin Jennifer Brachmann konsequent fort und ist trotzdem etwas komplett Neues. 

11 FRAGEN an Ann- Margritt Biermann

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… Gründerin des jungen Lingerie Labels ELAICE Couture und Absolventin des Masterstudienganges Modedesign an unserer Hochschule.

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Gaffer Deluxe: Wie kam es zu Deiner Entscheidung, einen Master an der HTW zu absolvieren?

Ann- Margritt Biermann: Während einer Ausbildung zur Modedesign Assistentin sowie meinem Bachelor in Modedesign und Business in Dänemark hat es mich immer wieder nach Berlin gezogen: Für die Fashion Week, für Praktika und sogar für ein Erasmus Jahr. Einerseits hat mich die Stadt in ihrer kreativen Vielfältigkeit mitgerissen, andererseits war ein stärker werdender Fokus auf ein ethisches Bewusstsein präsenter als in Dänemark. Es war dann ziemlich schnell klar, dass ich meinen Master in Berlin machen möchte.

Minimalismus – eine kleine Inspiration

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Irgendwo zwischen Neujahr und Frühling kommt bei den meisten von uns das Bedürfnis auf, etwas zu verändern oder zu erneuern. Sich von alten Lasten und verstaubten Gegenständen zu befreien schafft Platz für neue Gedanken und positive Gefühle.

Mach dich hübsch!

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Die Ausstellung: „Mach dich hübsch!“, im Martin- Gropius Bau zeigt noch bis zum 26. Juni 2016 ein großes Aufgebot an Kunstwerken verschiedenster Schaffensphasen der Künstlerin Isa Genzken.

Die 1948 geborene Oldesloerin studierte unter anderem Malerei an der Hochschule für bildende Kunst in Hamburg und Fotografie und Grafik in Düsseldorf. Dort, in Düsseldorf, traf sie damals auf den Maler Gerhard Richter, mit dem sie bis 1994 verheiratet war. Derzeit lebt sie in Berlin, in der Ausstellung wird jedoch deutlich, dass zusätzlich zu Berlin, die Stadt New York auch immer von großer Bedeutung für Isa Genzken ist und war.

Genzkens Kunst wird oft in die Konzept- und Objektkunst eingeordnet. Für die verschiedenen Themen mit denen sich Genzken im Laufe der Jahre beschäftigte, wechselte sie jedoch ganz bewusst zwischen verschiedensten Techniken und Stilrichtungen und fing immer wieder neu an.

Beim Eintreten der Ausstellung kommt man zuerst in eine Halle in deren Mitte Objekte, sogenannte Ellipsoide und Hyperbolos platziert sind. Umgeben sind diese von großen Fotografien verschiedener Ohren. Die Ellipsoide entstanden noch während Genzkens Zeit in der Kunsthochschule, die Ohren fotografierte sie hingegen ab 1980 auf den Straßen New Yorks. Diese ausschließlich weiblichen Ohren, symbolisieren vor allem die Rolle der Frau, die stets brav den Worten des Mannes lauschen soll.

Beim Rundgang durch die weiteren Ausstellungsräume wird deutlich, dass sich die Künstlerin immer wieder durch Fotos oder Kleidungsstücke beispielsweise in Assemblagen, selbst in ihre Werke einbezieht und so einen autobiografischen Bezug herstellt. So finden sich in einigen Installationen Kleidungsstücke die sie getragen hat, Fotos on Isa Genzken bei der Arbeit oder mit Freunden. Auch der Betrachter wird in einigen Werken in Form von Spiegelfolien mit einbezogen und gestaltet diese so stets neu.

Isa Genzken zählt immer noch zu einer der bedeutendsten Künstlerinnen der Gegenwart und eben dies wird in der Ausstellung deutlich. Es geht nicht um einzelne Kunstwerke, sondern viel mehr die Künstlerin selbst wird mit dieser vielseitigen Ausstellung geehrt. Alles in allem ist „Mach dich hübsch!“ eine ungemein vielschichtige Ausstellung, voller Farb-, Form- und Materialexplosionen, deren Themen, auch wenn schon seit vielen Jahren  besprochen, immer noch hoch aktuell sind. Für jeden der sich inspirieren lassen will ist dies eine sehr empfehlenswerte Ausstellung, wenn man Freude an Kunst mit Mut und Humor hat.