Innovativer Strick trifft auf Industriecharme – Modeausstellung der HTW Berlin

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Vom 3. bis 7. April hatte man wieder die Möglichkeit einen Blick auf eine besondere Ausstellung und den dort ausgestellten Fotografien der Studierenden der HTW Berlin zu werfen. Das moderne Industrieambiente der Reinbeckhallen wurde durch gleißendes Licht erhellt und verlieh den dort ausgestellten Fotografien einen ganz besonderen Charme.

Foto: RHB X HTW FASHION die Ausstellung in den Reinbeckhallen © Julia Brunner

 

Die Arbeiten, fotografiert von Wiebke Bosse und Patrick Houi, ergaben so eine perfekte Symbiose von ästhetischer Modefotografie und authentischem Ambiente.

Die Viert- und Sechstsemester präsentierten, betreut durch Prof. Grit Seymour, die Ergebnisse ihrer Projekte aus dem letzten Semester. In ihren Projekten ging es unter anderem um Themen wie Feminismus, Nudismus oder der gesellschaftlichen Scham vor dem weiblichen Körper. Die Sechstsemester erarbeiteten in Designteams unter dem Thema – Amazon – the future is female – eine Kollektion für deren fiktives Label mit Markenidentität, konzipiert für die aktive, starke und selbstbewusste Frau. Die Reinbeckhallen dienten dabei beiden Projekten als Fotolocation.

 

 

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Foto: Projekt aus dem sechsten Semester -Amazon- the future is female © Imke de Boer

Aber nicht nur das Shooting wurde gezeigt, sondern auch professionelle Bilder, die die Arbeit hinter der Kamera und die der Designer portraitieren. Die besonderen Einblicke wurden von Katja Strempel in stimmungsvollen schwarz-weiß Fotografien festgehalten.

Für die Ausstellung flog sogar die Familie der Erasmus Studentin Christina Garbado aus Spanien ein. „Das ist meine erste Vernissage“ berichtet Sie und ist sichtlich erfreut.

Auch die Kuratoren Lucia Berlanga und Regina Schäfer sind mit dem Ergebnis zufrieden. „die Arbeit für unsere erste Ausstellung hat sich gelohnt und wir sind ziemlich stolz.“ Mitwirkende wie Julia Brunner und Besucher waren erfreut über das große Interesse und den regen Zulauf.

Alles in allem war es eine gelungene und wunderschöne Ausstellung in einem sehr professionellem Rahmen.

STUDIEN- UND KARRIEREBERATUNG ABOUT:FASHION: Die Mega-Chance für Mode-Studierende (?)

2018, berlin, Bewerbung, events, Fashion, karriere, professionals
Von Kathi Leimner & Leon Wenzel

Silke Geib empfängt uns herzlich, als wir an einem grauen Oktober-Sonntag in das ebenerdige Ladengeschäft im Prenzlauer Berg spazieren. Die groß gewachsene Frau ist Geschäftsführerin von about:fashion. In der Studien- und Karriereberatung ist heute Tag der offenen Tür. Mode-StudentInnen, jene, die es werden wollen, Alumni und alle Neugierigen, haben die Möglichkeit, Silke Geib Löcher in den Bauch zu fragen. Für uns Modestudenten, die immer wieder mit der Aussage konfrontiert sind, dass man es schwer habe, in der Branche Fuß zu fassen (ein äußerst ermutigender Satz übrigens), scheint sich ein kleiner Lichtblick aufgetan zu haben. Silke Geib schenkt uns ihre ganze Aufmerksamkeit an diesem frühen Nachmittag.

„Du hast deinen Abschluss in der Tasche, aber was jetzt?“

Silke Geib in ihrem Element. Fotocredit: Studio Karpstein

Silke Geib in ihrem Element. Fotocredit: Studio Karpstein

about:fashion ist, wie uns Silke erklärt, einzigartig in Deutschland. Das Unternehmen konzentriert sich zu 100% auf den Bereich Mode. Egal, ob angehende Moderedakteure, fertig studierte Designer, Journalisten oder auch Mode Manager. about:fashion bietet Beratung, Coaching & Kurse für Schüler, Modestudierende, Fashion Professionals, Modeschulen und Unternehmen.

Silke Geib gründete das Label BLAENK. Fotocredit: Studio Karpstein

Silke Geib gründete das Mode Label BLAENK. Fotocredit: Studio Karpstein

Im hellen Raum stehen zwei Tische, einer mit Softdrinks, Süßigkeiten, Flyern, einer mit Beispielen aus einem Portfolio. Klassische Illustrationen und technische Zeichnungen. Daneben zwei Puppen mit Outfits aus Silke Geibs Produktion. Links an der Wand geht es weiter mit Worksheets und Materialproben. Rechts hinter beiden Tischen sind zwei weitere Puppen mit Outfits und passenden Fotos, dazwischen Puppenteile vorsichtig hingeschmissen. Ein Kleiderständer mit mehr.

Seit 18 Jahren ist Silke Geib in der Modebranche tätig. Sie selbst studierte an der Pariser ESMOD. Seitdem, so kann man das sagen, hat sie eine steile Karriere hingelegt: Maison Margiela, Lindberg, Viktor & Rolf…, Sie hat es geschafft bei renommierten Designern Fuß zu fassen.
Sie gründete ein eigenes Label und lehrte als Dozentin an der Berliner ESMOD.
„Wir setzen da an, wo der Lehrplan der Schulen aufhört“, sagt Silke. Denn viele Studierende fragen sich, wie sie überhaupt an die begehrten Jobs in der Modebranche kommen. Die Philosophie von about:fashion will genau dort ansetzen. „Wir klären viel auf über Headhunter, Kontakte in die Branche, Arbeitsverträge, und die Frage, wie ich mich vermarkte.“

about:Fashion unterstützt beim Einstieg in die Modebranche. Fotocredit: Studio Karpstein

about:fashion unterstützt beim Einstieg in die Modebranche. Fotocredit: Studio Karpstein

„Die Leute profitieren von meinem großen Netzwerk.“

Die Preise liegen neben den Süßigkeiten, unter Plakaten an der Wand, welche erklären wer Silke ist und was das Unternehmen so macht. Silke empfängt uns, der Raum ist recht leer. Kathi nimmt auf was Silke erzählt, der Raum füllt sich mit netten Menschen und damit auch mit Lautstärke. Ich habe Sorge, dass man die Aufnahme am Ende nicht versteht.
Beim Umsehen lerne ich aus dem Hintergrund endlich wie man Demeulemeester richtig ausspricht.

Silke kennt die Modebranche in- und auswendig. Aufgrund ihrer jahrelangen Berufserfahrung und Head-of-Positionen ist die geschmackvoll gekleidete Frau national und international gut vernetzt. Vor allem weiß sie, welchen Anforderungen sich die Bewerber stellen müssen, um international konkurrenzfähig zu sein. Aus ihrem Know-How sollen zukünftige Modeschaffende schöpfen. „Die Leute profitieren von meinem großen Netzwerk. Meine Kollegen arbeiten in den renommiertesten Unternehmen und dieses Insiderwissen kann eine Schule so nicht bieten.“

„Ich habe eine tolle Karriere gemacht und das ist der Motor und die Motivation, Leuten zu helfen, auch so eine tolle Karriere zu machen.“

Wer Support braucht, ist bei about:Fashion gut aufgehoben. Fotocredit: Studio Karpstein

Wer die Karriereleiter hochklettern will, kann hier Support finden. Fotocredit: Studio Karpstein

Über die nächsten zwei Stunden reden wir noch viel mit Silke. Eine Architekturstudentin informiert sich über das Modedesignstudium. Eventuell will sie direkt in den Master einsteigen. Sie erhofft sich Tipps, die bekommt sie von Silke. Silke ist ehrlich, ohne die Studentin zu entmutigen, sie macht auch klar, dass ihre Kurse nicht bedingungslos Sinn machen. Das Ziel muss stimmen. Das Gespräch gefällt mir, Silke ist sympathisch. Scheinbar ist sie eine großartige Verkäuferin, macht Sinn, wenn sie beibringen will, wie man sich am besten Verkauft. Sie sagt, sie möge die Modebranche, was mich selbst etwas verwirrt.

 

Stores in Amsterdam

2018, Design, Fashion, menswear

Der nächste Trip nach Amsterdam steht bevor?

Wir stellen euch hier ein paar coole Stores vor:

 

FOUR 

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In diesem Store handelt es sich um Menswear mit einer einzigartigen Kombination von Streetwear, Moderne und Luxus. Designer von A-Z werden hier vertreten. Ein rundum cooler Store mit einer cleanen Optik.

 Hier gehts zur Homepage

Tony Eisold eröffnet „TONY & WOLFI“

2018, berlin, culture, Design, events, nachwuchsdesigner

„Facebook und Instagram find’ ich für’n Arsch“

Neben Spree und Kater Blau, im Herzen der Stadt, liegt auf dem Holzmarkt-Gelände an diesem kühlen Freitagabend, Großstadt-Romantik in der Luft: Ein paar Gäste wärmen sich die Hände an den Feuertonnen, andere sitzen gemütlich an den großen Tischen vor dem „Container-Tower, dort, wo der Eingang zum Shop „Tony & Wolfi“ ist, der an diesem Abend eröffnet wird. Das Holzmarkt-Gelände ist ein Ort, der vor Kreativen nur so strotzt. Ein perfektes Stückchen Fläche, um hier einen Raum für die Community zu erschaffen!
Auch wenn man es vermuten könnte: „Tony & Wolfi“ ist kein Designer-Duo. Hinter dem Namen steckt schlichtweg eine einzige Person: Modedesign-Student Tony Eisold.
Tony schenkt mir ein paar Minuten seiner Zeit für dieses Interview.