Die HTW Berlin lädt ein zur WERKSCHAU 2019

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Dieses Wochenende ist es wieder so weit: im Rahmen der jährlich stattfindenden WERKSCHAU stellen rund 1500 Studierende und Professor*innen des Fachbereichs 5 für Gestaltung und Kultur ihre Arbeiten des aktuellen Semesters aus.

Alle Interessent*innen sind herzlich eingeladen, an diesem Wochenende in sommerlicher Atmosphäre die HTW und unterschiedlichste Arbeiten von Studierenden zu erkunden, sowie Vorträgen und Präsentationen beizuwohnen. Die WERKSCHAU ist auch eine gute Gelegenheit, sich als Studieninteressierte*r über die Studiengänge zu informieren.

Wann: 05. und 06. Juli 2019, jeweils 13 – 20 Uhr
Wo: HTW Campus Wilhelminenhof | Wilhelminenhofstr. 75A, 12459 Berlin
und in den Reinbeckhallen | Reinbeckstraße 17, 12459 Berlin
Eintritt: kostenlos!

Info: https://events.htw-berlin.de/hochschule/werkschau-2019-gestaltung-und-kultur/
Facebook: https://www.facebook.com/events/2334610216814784/


Ökologisch (ab)schleppen!

2019, berlin, campus, htw

Einige sind vielleicht schon einmal daran vorbeigelaufen und haben es bemerkt: das längliche Fahrrad mit dem weißen Kasten vorne dran, das seit kurzem direkt an Gebäude A auf dem Campus Wilhelminenhofstraße der HTW Berlin steht.

Was hat das zu bedeuten?
Bei diesem schicken Gefährt handelt es sich um ein elektrobetriebenes Lastenrad.
Und emöglicht wurde es in erster Linie durch das Start-Up “GreenPack”, das Akkus für z.B. Gefährte wie dieses (und die dazu passende Infrastruktur) herstellt, sowie Sebastian Feucht, Professor im Studiengang Industriedesign, und Daniela Kunze, Dekanatsgeschäftsführerin des Fachbereichs 5 (Gestaltung und Kultur) der HTW Berlin.

Mit dem Lastenrad soll der CO2-Fußabdruck der HTW verringert werden, denn das Fahrrad wird allein durch Elektroenergie und menschlichen Kraftaufwand betrieben. Bis zu einer Geschwindigkeit von 25 km/h kann an dem Bike die Stärke des Motorantriebs von 1 bis 5 eingestellt werden, wer schneller fährt bekommt keinen zusätzlichen Anschubser mehr. Oder eher, einen Zug, denn der unscheinbare aufladbare Akku befindet sich vor dem Lenker im Transportraum.
Durch ihn ist es möglich, praktisch fliegend Lasten, für die sonst ein Auto nötig wäre, von A nach B zu befördern, und Sport macht man dabei auch noch.

Damit zu fahren fühlt sich an wie “gut trainiert, mit Rückenwind und bergab” (gleichzeitig, wohlbemerkt), erzählt Prof. Feucht.

Ich durfte das Rad natürlich auch probefahren. Tatsächlich ist es zunächst ungewohnt: man sieht das Vorderrad nicht, das Lenken fühlt sich etwas anders an, weil das Vorderrad auch deutlich weiter vorne liegt, als bei einem klassischen Fahrrad. Das zusätzliche Gewicht vorne erschwert es, das Gleichgewicht zu halten. Aber schon nach einigen Minuten Fahrt bekommt man den Dreh raus – dann beginnt der eigentliche Spaß!

Der ertragreiche Akku hält für etwa 120 km, je nach Fahrtgeschwindigkeit, bis er an einer der Aufladestationen aufgeladen werden muss. Die Standorde der “Tankstellen” findet man auf http://www.swobbee.de  (eine befindet sich auf dem HTW Campus Wilhelminenhofstraße) und es sollen noch mehr dazukommen. Selbst wenn der Akku schwächelt, ist das Fahrrad natürlich weiterhin fahrbar, nur eben ohne zusätzlichen Antrieb.

Keineswegs ist das Lastenrad eine Exklusivität für Studierende und Mitarbeiter*innen der HTW Berlin. Jeder mit einem Perso darf es ausleihen – komplett kostenlos und für bis zu drei Tage! Verwirklicht wird diese Idee auch durch Flotte Berlin (www.flotte-berlin.de). Sie verleihen seit letztem Jahr kostenlos Lastenräder in Berlin und setzen sich so für menschen- und umweltgerechte Mobilität ein.
Hier geht es nicht darum, den großen Gewinn zu machen, sondern um die Innovation und den positiven Effekt.

Aber was passiert, wenn das Rad gestohlen wird, während ich es ausgeliehen habe?
Gute Frage! Doch das E-Bike, das neu etwa 6000€ kostet und somit für die meisten unbezahlbar ist, ist versichert.

Dieses Projekt steckt noch in den Kinderschuhen und soll über die nächsten Monate getestet und ausgebaut werden. Es sollen noch größere und kleinere Bikes dazukommen und ein elektronisches Ausleihsystem eingerichtet werden, über das man easy einsehen kann, wann das Rad bereits verliehen ist und sich selbst eintragen kann.
Auch sind Projekte rund um das E-Bike willkommen; nützlich wäre zum Beispiel ein Handyhalter am Lenker. Oder ein überziehbarer Hosenrock als Zubehör, damit das Rad frei von der allseitsbekannten Gefahr des Höschenblitzers von jedem genutzt werden kann. Nett wäre auch ein Outfit für das noch nackte Fahrrad – fühlen sich da Modedesigner*innen und Bekleidungstechniker*innen angesprochen?

All das klingt hervorragend, doch leiht das Rad keiner aus, verschwindet es wieder vom Campus.
Deshalb: traut Euch und nehmt zum nächsten Grillabend, Baumarkttrip, Umzug oder zur Abschlusspräsentation das E-Bike und lasst das Auto stehen. Damit tut Ihr nicht nur der Umwelt etwas Gutes, sondern auch Euch selbst!

Timo Martens – Hommage au cliché

Alumni

Timo Martens ist einer der Modedesign Bachelor Absolventen des Wintersemesters 2018/2019 an der HTW Berlin. Seine Abschlusskollektion „Hommage au cliché“ ist inspiriert von seiner Heimat Ostfriesland. Am 1. April stellte er der Hochschule seine Abschlusskollektion im Rahmen eines Showrooms vor. Seine Kollektion besticht durch zeitlose Modelle, aufwändige Stickereien und hochwertige Materialien. Insgesamt flossen ca. 1200 Arbeitsstunden in die Kollektion.

Timo was hat dich zu deiner Kollektion inspiriert?

Meine Heimat ist mit vielen negativen Klischees besetzt. Mit meiner Kollektion beleuchte ich diese Vorurteile von einer anderen Seite und kehre Sie ins Positive um.

Du sagtest, dass es viele negative Klischees über deine Heimat gibt. Wurdest du in der Zeit deines Studiums mit Klischees aus deiner Heimat konfrontiert?

Ja öfter, wenn ich erzählt habe von woher ich komme begegnete mir häufig ein Lächeln. Viele Leute kennen Otto Waalkes und „seinen“ Leuchtturm. Negative Erfahrungen habe ich zwar keine damit gemacht, aber belächelt wird man schon. Viele Menschen kennen Ostfriesenwitze und denken, dass auf dem Land nur Bauern wohnen.

Wie spiegelt sich Ostfriesland in den Outfits wider?

Ich habe für jedes der Modelle Ikonen Ostfrieslands als Inspiration genommen. Das wäre zum Beispiel der knallgelbe Ostfriesennerz, der als Klassiker der Regenmäntel bekannt ist. Außerdem habe ich noch das Fischerhemd und die Ostfriesenrose als Inspiration genutzt. In Ostfriesland trinken viele Leute schwarzen Tee. Hierzu benutzen Sie klassischerweise ein Porzellan mit dem Motiv der Ostfriesenrose.

Allgemein habe ich alle Ikonen in eine Couture Kollektion übersetzt und hier viel mit der Pariser Mode der 1950er und 60er Jahre gearbeitet. Mein Ziel war es die alltäglichen Dinge Ostfrieslands besonders darzustellen.

Ostfriesennerzkleid © Timo Martens / Jonas Friedrich

Du hast in deine Kollektion etwa 1200 Arbeitsstunden fließen lassen. Ich nehme an, die meiste Zeit hast du am Stickrahmen verbracht. Hattest du schon immer eine Passion für Stickereien?

Das kann man so sagen, ich habe schon in der Grundschule gestickt. So richtig hat sich alles aber erst im Studium entwickelt. Seit dem ersten Semester habe ich meine Modelle bestickt. Richtig intensiv flossen im vierten Semester die Stickereien als Hauptmerkmal in meine Kollektion ein. Für meine Bachelorkollektion war daher von Anfang an klar, dass ich fast jedes Modell per Hand besticken werde.

Welches Outfit der Kollektion ist dein Lieblingsmodell und warum?

Das ist gar nicht so leicht zu sagen. Ich finde natürlich alle Modelle schön, aber besonders verbunden fühle ich mich mit dem Blaudruck Outfit. Für dieses habe ich in Jever in einem Atelier Stoffe bedrucken lassen. Mit Hilfe von Indigo wurde der Stoff mit Motiven, die bereits 400 Jahre alt sind bedruckt. Alte Handwerkstechniken sind mir sehr wichtig. Die Jacke habe ich zusätzlich mit Kristallen bestickt, die den „Kluntje im Tee“ (Hochdeutsch: Kandis) im übertragenen Sinne darstellen.

Blaudruckjacke mit Blaudruckkleid © Timo Martens / Jonas Friedrich

Was sind deine Ziele nach dem Bachelor?

Ich habe gerade meinen Master an der HTW Berlin begonnen. Dort möchte ich mich im Bereich Stickerei noch weiterentwickeln. Durch die vielen technisches Möglichkeiten wie zum Bespiel Lasercut, kann man hier modernste Techniken einsetzen um noch ausgefallenere Stickereien zu entwickeln. Langfristig ist es mein Ziel in der Pariser Haute Couture zu arbeiten. In Paris gibt es viele Unternehmen, die gemeinsam mit Manufakturen moderne Stickereien entwickeln.

Für weitere Informationen und Bilder: www.timomartens.com

Instagram: @ateliertimomartens

Der Film zur Kollektion: Youtube



Innovativer Strick trifft auf Industriecharme – Modeausstellung der HTW Berlin

Ausstellung, Fashion, fashion & art, htw, Reinbeckhallen

Vom 3. bis 7. April hatte man wieder die Möglichkeit einen Blick auf eine besondere Ausstellung und den dort ausgestellten Fotografien der Studierenden der HTW Berlin zu werfen. Das moderne Industrieambiente der Reinbeckhallen wurde durch gleißendes Licht erhellt und verlieh den dort ausgestellten Fotografien einen ganz besonderen Charme.

Foto: RHB X HTW FASHION die Ausstellung in den Reinbeckhallen © Julia Brunner

Das war die Neo.Fashion 2019

2019, berlin, berlinfashionweek, Design, designerfortomorrow, events, Fashion, fashion & art, htw, nachwuchsdesigner, Tech & Fashion, Uncategorized

Die Neofashion, mit ihrem Konzept abseits aller anderen Shows und dennoch mitten im Zentrum, eröffnete zum ersten Mal im Rahmen der Fashion Week Berlin, mit ihrer Grenzen sprengenden zweistündigen Show, und dies in gleich zwei Durchgängen am Abend. 

Eine außergewöhnliche, noch junge Plattform für 45 auserwählte Bachelor- und Master Graduierte deutscher Hochschulen, darunter die HAW Hamburg, FH Bielefeld, HfK Bremen und HTW Berlin, die als Mitveranstalter in einer Überzahl vertreten war und somit die Hälfte der Show füllte. 

NEOFASHION 2019

2019, berlinfashionweek, campus, Fashion

Die Neo.Fashion zeigt zum zweiten Mal Abschlussarbeiten der HTW Berlin Fachbereich Gestaltung und Kultur. Zum Auftakt der Berlin Fashion Week zeigen vier Hochschulen insgesamt 45 Abschlussarbeiten. Teilnehmer sind die HTW Berlin, die HS Bielefeld, HAW Hamburg und die HfK Bremen.